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  • AutorenbildThomas Gräbel

Russland - Kultur im Land der Zaren

Aktualisiert: 19. Apr. 2021


Russland ist das flächenmäßig größte Land unserer Erde. Es reicht vom Atlantik bis zum Pazifik und von Europa nach Asien. Das 145 Millionen Einwohner Land ist nicht nur für seine kontrastreiche Landschaft, sondern auch für seine stolzen und geschichtsträchtigen "Kunst- und Kulturhauptstädte" Moskau und Sankt Petersburg bekannt. Wir stellen euch die zwei russischen Metropolen genauer vor.

Es ist eine spannende Reise in das Herz Russlands und seine bewegte Vergangenheit.


Wir starten mit der russischen Hauptstadt Moskau. Sie liegt im Zentrum des Westteils von Russland. Mit über 12 Millionen Einwohnern ist sie die größte Stadt Europas und das politische, geistliche und wirtschaftliche Zentrum des Landes. Moskau ist nicht nur aufgrund der Größe eine Stadt der Superlative. Neben unzähligen Hochhäusern und historischen Baudenkmälern dominieren über 300 Kirchen das Stadtbild. Der alte sowjetische Charme der Stadt macht immer mehr Platz für moderne Einflüsse, sowohl in der Architektur, als auch in der Gesellschaft. Die junge Bevölkerung hat das graue Image der Stadt längst aufpoliert und orientiert sich mehr in Richtung Westen, im Gegensatz zu den Generationen zuvor. Das Moskau von Heute ist eine spannende und pulsierende Metropole zwischen Aufbruchstimmung und Vergangenheit.


Um Moskau zu verstehen wollen wir also erst einmal den Blick zurück werfen. Im Jahr 1147 wurde Moskau erstmals schriftlich erwähnt, so gilt es als das Gründungsjahr der Stadt. In den folgenden Jahren wuchs die Stadt beachtlich. Als im Jahr 1321 der Sitz der russisch-orthodoxen Kirche nach Moskau verlegt wurde, bekam die Stadt eine erste bedeutende Vormachtstellung. Nachdem es zu ständigen Kämpfen mit den Tataren und Mongolen kam, konnte sich die Stadt im Jahr 1480 schließlich befreien und wurde Hauptstadt des russischen Reiches. In den beiden letzten Jahrzehnten des 15. Jahrhunderts begann der Ausbau des Kreml, in dessen Umkreis sich nun viele Handwerker und Kaufleute niederließen. Die Einwohnerzahl stieg dabei auf über 100.000 Einwohner. Moskau war nun endgültig eine Großstadt. Eine Ringmauer sollte die aufblühende Stadt schützen. Anfang des 17. Jahrhunderts sollte nach der Niederschlagung der polnischen Angriffe auf die Stadt im polnisch-russischen Krieg der Weg für eine der prägensten Dynastien geebnet werden. Die legendäre Zarenfamilie der Romanows kam an die Macht. Im Jahre 1712 wurde Sankt Petersburg unter Zar Peter dem Großen Hauptstadt des russischen Reiches. Moskau blieb jedoch das wirtschaftliche und geistig-kulturelle Zentrum des Landes. Obwohl mit dem Moskau des 18. Jahrhunderts das Schaffen hervorragender russischer Schriftsteller und Dichter verbunden ist, war die Glanzzeit der Stadt spätestens mit dem Vaterländischen Krieg im Jahr 1812 vorbei. Als Napoleon Bonaparte mit seiner großen Armee vor den Toren Moskaus stand, steckten die Bewohner die eigenen Häuser und Gebäude in Brand, so dass zwei Drittel der Bausubstanz Moskaus vernichtet wurde. Durch die daraus resultierende schlechte Versorgung waren die Franzosen jedoch zum Rückzug gezwungen. Obwohl die Stadt wieder aufgebaut wurde, war Moskau nun endgültig auf den zweiten Platz verdrängt. Das neue Machtzentrum Sankt Petersburg überholte Moskau nicht nur in der Einwohnerzahl, sondern wurde auch wirtschaftliches und kulturelles Zentrum des russischen Reiches. So entstanden in Sankt Petersburg in der Mitte des 19. Jahrhunderts unzählige prunkvolle und prestigeträchtige Baudenkmäler, während die alte Hauptstadt Moskau zurück blieb. Dennoch wuchs auch Moskau immens. Nicht zuletzt durch eine hervorragende Verkehrsanbindung, erreichte die Stadt Ende des 19. Jahrhunderts eine Millionen Einwohner. Bis 1914 wurde die Zahl sogar verdoppelt. Und auch Moskau selbst erlebte im 20. Jahrhundert wieder einen Aufschwung. Schon Ende des 19. Jahrhunderts war es im Land zu sozialen Spannungen gekommen, als mit der Aufhebung der Leibeigenschaft viele landlose Bauern in die Städte trieben. Während der russischen Revolution zwischen 1905 und 1907 gerieten die Massenstreiks in Moskau bald zu bewaffneten Aufständen. Wer konnte 1913 ahnen, als in Moskau das 300. Jubiläum der Romanow-Dynastie gefeiert wurde, sich die Regierung bald ändern und die Stadt Schauplatz eines Weltkrieges sein sollte. Im Jahr 1917 kam es zu bewaffneten Aufständen in Moskau. Unter der Führung der Bolschewiki, einer radikalen Fraktion der sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands, kam es schließlich zum Sturz des jahrhunderte alten Zarenreichs und zur Schaffung der Sowjetunion. Sozialismus und Kommunismus in einer demokratischen Diktatur der Arbeiter und Bauern war der kontrastreiche Gegensatz zur prunkvollen Zarenzeit. Am 12. März 1918 wurde die Hauptstadt des neuen sowjetischen Staates wieder nach Moskau verlegt und die bolschewistische Führung unter Wladimir Lenin zog in den Kreml, der damit erstmals seit dem frühen 18. Jahrhundert wieder zum russischen Machtzentrum wurde. Nachdem 1922 die Sowjetunion endgültig gegründet wurde, wuchs Moskau weiter und wurde wieder zur größten Stadt des Landes. Mit der Machtergreifung Josef Stalins folgte nicht nur eine Schreckensherrschaft, sondern auch Moskau hatte zu leiden. Mit seinen Plänen zur Stadterneuerung Moskaus begann 1935 eine Neugestaltung Moskaus.

Es wurden breite Radialstraßen angelegt und die Moskauer Metro eröffnet. Über die Moskwa spannte man neue Brücken und baute den Moskau Wolga Kanal. Quer durch die Altstadt wurden neue Magistralen geschlagen, zahlreiche historische Baudenkmäler aus der Zarenzeit wichen überdimensionierten sowjetischen Prunkbauten. Zudem wurden zahlreiche Kirchen und Klöster zerstört. Etwa 200.000 Bauarbeiter, überwiegend politische Gefangene, waren an der Umsetzung des Generalplans der Hauptstadt beteiligt. Die neue sowjetische Baukunst sollte in Moskau zur Schau gestellt werden und der ganzen Welt den Vorsprung der sozialistischen Regimes aufzeigen. So komisch es klingen mag, so verhinderte erst der zweite Weltkrieg die weitere Zerstörung des alten Moskaus. Die Arbeiten mussten eingestellt werden, denn die Arbeiter wurden nun im Krieg gebraucht. Am 30. September 1941 fiel die deutsche Wehrmacht unter der Führung Adolf Hitlers in Moskau ein. Es folgten verlustreiche und grausame Kämpfe über viele Monate. Hunderttausende Menschen verloren ihr Leben. Schließlich konnte sich Moskau verteidigen und die Wehrmacht zurückdrängen. Am 24. Juni 1945 fand auf dem Roten Platz in Moskau die Siegesparade der Roten Armee statt. An der Kremlmauer ruht der Leichnam eines unbekannten Soldaten, der bei der Verteidigung der Hauptstadt fiel. Auf seinem Grabstein wurden die Worte gemeißelt: "Dein Name ist unbekannt, deine Heldentat ist unsterblich." Moskau wurde nach den Zerstörungen im Krieg wieder aufgebaut. Im Jahre 1947 fasste man den Beschluss, die Stadt an acht ausgewählten Standorten mit Hochhäusern zu versehen. Moskau hatte durch den Abriss zahlreicher Kirchen und Kathedralen, sowie die nun allgemein höhere Bebauung nicht nur bedeutende Orientierungspunkte, sondern auch ihre einst malerische Silhouette verloren. Die sowjetische Führung forderte dabei, dass die Gebäude von russischer Architekturtradition geprägt sein müssen. Stalin, der 1953 starb, wurde im Mausoleum am Roten Platz neben Lenin bestattet. Die sowjetische Stadt wuchs in den Jahren darauf weiter. Viele Neubauprojekte wurden angetrieben und auch die Bevölkerungszahl stieg weiter. Viele sowjetische Bausünden und Zweckbauten prägen heute vorallem die Vorstadt Moskaus. Für das Auge nicht immer schön, reihen sich unzählige, renovierungsbedürftige, graue Betongiganten aneinander. Als die Sowjetunion im Jahr 1991 unter dem Staatschef Gorbatschow zugrunde ging, entwickelte sich schließlich die noch heute existierende russische Föderation.


Nun aber genug über die Vergangenheit Moskau und Russlands. Wir zeigen euch das heutige Gesicht der Mega Metropole und stellen euch einige der schönsten Sehenswürdigkeiten vor. Zur Ausrichtung der Fussball Weltmeisterschaft im Jahr 2018 hat die Stadt viel für Touristen getan. Während man davor oft nur kyrillische Schriftzüge sah, kommt Moskau jetzt internationaler daher. Die Stadt hat sich geöffnet. Die Flugverbindung nach Moskau ist hervorragend. Viele Direktflüge von deutschen Standorten fliegen in die russische Hauptstadt. Der größte Flughafen der Stadt ist Moskau-Scheremetjewo. Dort fliegen auch wir hin. Daneben gibt es mit dem Flughafen Domodedowo und Wnukowo noch zwei weitere große internationale Flughäfen.

Nach gut zwei Stunden Flug erreichen wir schließlich unser Ziel. Es ist August und wer Russland mit ewiger Kälte verbunden hat, wird spätestens hier überrascht. Es ist heiß, die Temperaturen drücken über die 30 Grad Marke.


Die ideale Reisezeit für einen Städtetrip ist wohl eher das Frühjahr oder der Herbst. Hier liegen die Temperaturen bei angenehmen 20 Grad. Im Hochsommer wird es, wie wir selbst erfahren, drückend heiß. Im Winter dagegen wird es eisig kalt. Hier verwandelt sich Moskau in ein kleines Winterwunderland. Die Plätze sind prachtvoll geschmückt, Weihnachts-stimmung und Schnee ist garantiert. Auch der Winter hat also seine Reize.


Vom Flughafen Schheremetjewo ins Zentrum fahren wir mit dem Zug Aeroexpress. Es ist schnellste Variante um in die Innenstadt zu kommen. Dabei vermeidet man das hohe Verkehrs-aufkommen und die typischen Staus der Großstadt. Der Aeroexpress fährt zwischen der Station Belorussky im Zentrum und der Station Flughafen, die an der Südseite des Flughafens bei Terminal E zu finden ist. Er fährt alle 30 Minuten und die Fahrt dauert 35 Minuten. Von der Metrostation Belorusskaya beim Bahnhof Belorussky kann man problemlos mit der Metro in alle Teile des Zentrums Moskaus und auch in andere Teile der Stadt fahren. Die Fahrtzeit von der Metrostation Belorusskaya zur Metrostation Teatralnaya, an der sich das Wahrzeichen der Stadt, der Rote Platz, befindet, beträgt gerade einmal 5 Minuten. Ein Aeroexpress Ticket inklusive einer Fahrt mit der Metro, Tram oder Bus kostet 560 RUB, etwa 6 Euro, der Preis für ein Metroticket beträgt 55 RUB, 60 Cent. Tickets für den Aeroexpress kann man an den jeweiligen Haltestellen kaufen, jedoch sind diese online günstiger. Alternativ fahren auch die Metro und Busse vom Flughafen ins Zentrum. Diese Variante ist zwar preiswerter, dauert aber auch etwa 1 Stunde und ist mit einigen Umstiegen verbunden.


Als erstes führt uns unser Weg natürlich zum Roten Platz, der wohl bekanntesten Sehenswürdigkeit Russlands. Er ist einer der ältesten und geschichtsträchtigsten Bauwerke Moskaus. Der weltberühmte Platz befindet sich im Zentrum der historischen Moskauer Altstadt, vor den östlichen Mauern des Regierungssitzes Kreml. Er gilt mit Gebäuden wie der bunten Basilius-Kathedrale und dem Lenin-Mausoleum als Wahrzeichen der Stadt. Zudem zählt er seit 1990 zum UNESCO-Welterbe. Die Bezeichnung "Roter Platz" hat übrigens weder einen Bezug zur Zeit des Sozialismus, noch zur Farbe der Kremlmauern und Türme, deren Anstrich bis zum 19. Jahrhundert nämlich weiß war. Der Name ist schon im 17. Jahrhundert entstanden und bedeutet eigentlich "schöner Platz“. Das Adjektiv „красный“ (krasny) bedeutete in der russischen Sprache ursprünglich sowohl „rot“ als auch „schön“, im Laufe der Zeit hat es jedoch die Bedeutung „schön“ verloren und wird heute in der Alltagssprache nur noch als „rot“ gebraucht. Dies führt zu fälschlichen Annahmen der Namensherkunft selbst bei Russen und zur etwas irrtümlichen Übersetzung als Roter Platz im Deutschen und anderen Sprachen.


Wir gehen über den weitläufigen zentralen Platz, der früher den Marktleuten diente und heute von Touristen aus aller Welt bevölkert wird. Der 500 Meter lange und 150 Meter breite Platz führt uns zur einzigartigen Basilius Kathedrale. Wir bestaunen dieses fast märchenhafte Sakralgebäude. Die einzigartige Kathedrale wurde im 16. Jahrhundert in altrussischer Architektur errichtet. Mit ihren bizarren und bunten Zwiebeldächern wirkt die Kirche fast wie ein Lebkuchenhaus. Nicht umsonst gilt sie als schönste Kirche Moskaus. Der Eintritt in die Kirche kostet etwa 8 Euro. Die Basilius Kathedrale wurde unter Zar Iwan IV., auch Iwan der Schreckliche genannt, erbaut. Mit deren Bau wurden die genialen russischen Meister Barma und Postnik beauftragt. Der Legende nach war Zar Iwan der Schreckliche von deren Meisterwerk so sehr beeindruckt, dass er die beiden Meister erblinden ließ, damit sie nichts Schöneres kreieren können. Der Spitzname des Zaren kommt also wohl doch nicht von ungefähr. Direkt daneben erhebt sich das Denkmal für die Volkshelden Minin und Poscharski, die Moskau im Jahr 1612 von den polnischen Angreifern befreiten.


Ein weiteres Highlight auf dem Roten Platz ist sicherlich das Lenin Mausoleum. Als der wichtigste Kommunistenführer und Gründer der Sowjetunion Wladimir Lenin am 21. Januar 1924 starb, entschied die sowjetische Regierung, seinen Körper einzubalsamieren und in einem Mausoleum auf dem Roten Platz in Moskau zu bestatten. Die monumentale Grabstätte aus roten Stein wurde 1930 eröffnet. Von 1953 bis 1961 war hier auch der Körper von Josef Stalin aufbewahrt.


Weiter geht es zum weltberühmten Moskauer Kreml. Er ist der älteste Teil der russischen Hauptstadt Moskau und deren historischer Mittelpunkt. Die ursprüngliche, aus dem Mittelalter stammende Burg an dem Fluss Moskwa wurde ab Ende des 15. Jahrhunderts als Zitadelle neu errichtet. Bis zum 16. Jahrhundert diente der befestigte Stadtkern den Großfürsten von Moskau und anschließend bis zur Verlegung der Hauptstadt nach Sankt Petersburg Anfang des 18. Jahrhunderts den russischen Zaren als Residenz. Nach der Oktoberrevolution wurde er 1918 erneut zum Zentrum der Staatsmacht. Zunächst Sitz der Sowjet-Regierung, ist er seit 1992 der Amtssitz des Präsidenten der Russischen Föderation. Der Name "Kreml“ wird daher auch als Synonym für die gesamte sowjetische bzw. russische Führung verwendet. Für 700 Rubel, etwa 8 Euro, erhält man Eintritt in die Palastanlage des Kremls. Hinter den roten Burgmauern erwarten die Besucher eindrucksvolle Bauwerke, Paläste und Kathedralen. Eine Reise in die facettenreiche Geschichte der russischen Hauptstadt und des Landes.


Keinen Kilometer vom Roten Platz entfernt, befindet sich das weltberühmte Bolschoi Theater. Unweigerlich ist Moskau und Russland mit Ballett verbunden. Das Bolschoi-Theater ist ein Prachtbau, der 1780 am heutigen Standort erbaut wurde. Zwei Brände zerstörten Teile des Theaters. Daraufhin wurde das Innere noch pompöser ausgestaltet. Die Einrichtung besteht bis auf kleine Änderungen bis heute unverändert. Das Gebäude im Stil des russischen Klassizismus zählt zu den schönsten Theaterbauten der Welt.

Die Frontfassade mit acht Säulen und einer Triangel darüber, auf der die Skulpturengruppe eines grossen Pferdegespanns mit Lenker steht, markiert die Bedeutung dieser Kulturstätte. Im Bolschoi-Theater werden Opern und Ballett aufführt. Die Balletttruppe ist weltbekannt. Da wir keine Ballettfans sind und zudem die Preise unseren Rahmen sprengen, betrachten wir das Gebäude nur von außen und ziehen weiter.


Unser Weg führt zur Christ-Erlöser Kathedrale. Sie wurde im Jahr 2000 eröffnet und ist mit 103 Metern die größte Kirche Moskaus. Außerdem ist sie der größte orthodoxe Sakralbau der Welt. Ein atemberaubendes Bauwerk aus weißem Stein und goldenen Dächern. Wir erhalten kostenlosen Eintritt in die wunderschöne Kirche und staunen über die einzigartige Architektur.


Wer Mitbringsel sucht oder einfach etwas shoppen möchte, sollte die Arbat ansteuern. Die autofreie, etwa ein Kilometer lange Flaniermeile Moskaus gilt als eine der ältesten Straßen der Stadt. Gemälde, Kunsthandwerk oder typische Matroskas werden hier im Überfluss angeboten. Restaurants und Fast-Food Läden runden das touristische Angebot ab. Künstlerviertel, Fußgängerzone und Shoppingmeile vereinen sich hier im Stadtkern Moskaus. Die wunderschöne Straße gibt es bereits seit mehr als fünf Jahrhunderten, doch im Wandel der Zeit unterlag sie so einigen gravierenden Veränderungen. Das gleichnamige Viertel rund um den Arbat, sowie die vielen kleinen Gassen, die von der einstigen Handelsstraße abzweigen, sind geprägt vom Bild der immer fröhlichen Straßenmusikanten, den vielen kleinen Läden mit den typisch russischen Souvenirs und unzähligen Cafés und Restaurants, die Spezialitäten aus der Landesküche bereithalten. Gaumenschmauß, kreative Kunst und Kulturmix, sowie eine großartige Geschichte machen die alten Wohnhäuser und historischen Gebäude entlang des Arbats sehenswert und liebenswert. Hier entfliehen wir der Hektik der lauten Großstadt und genießen die entspannte Atmosphäre.


Die Skyline von Moskau ist unmittelbar verbunden mit den gigantischen Sieben Schwestern, welche von Stalin errichtet wurden. Sie sind nicht etwa seine Schwestern, er war Einzelkind, sondern kolossale sowjetische Wolkenkratzer, die zwischen 1947 und 1957 gebaut wurden. Die Wolkenkratzer waren die höchsten Gebäude damaliger Zeit und durch ihre Architektur sehr markant. Die Sieben Schwestern von Stalin sollten die Macht und die Größe der Sowjetunion nach dem Sieg im Zweiten Weltkrieg darstellen und sozialistischen Gedanken bestärken. Heute stehen die mausgrauen Sowjetbauten neben modernen, futuristischen Wolkenkratzer und bieten einen enormen Kontrast von Moderne und Vergangenheit. Sie zeigen eindrucksvoll die Veränderung der Stadt.

Zum Abschluss bewundern wir die russische Metropole noch auf dem Wasserweg. Auf einer 2,5 sündigen Fahrt auf der Moskwa erhält man für etwa 20 Euro wunderschöne Ausblicke auf die Stadt und seine Sehenswürdigkeiten. Nebenbei erhalten wir noch Informationen zu den unterschiedlichen Plätzen. Auf dem Wasser genießen wir den romantischen Sonnenuntergang über Moskau. Ein perfekter Abschluss unserer Reise in das Herz Russlands. Moskau, eine spannende Stadt zwischen dem Erbe der Vergangenheit und einer modernen Aufbruchstimmung.


Wir reisen weiter in die zweitgrößte Stadt Russlands, nach Sankt Petersburg. Die 5 Millionen Einwohner Stadt gilt als die schönste Stadt des Landes. Vorallem in den zwei Jahrhunderten, in der sie als Hauptstadt des Zarenreiches diente, wurden prachtvolle Schlösser, Paläste, Kathedralen und Plätze errichtet. Sankt Petersburg liegt im Nordwesten des Landes an dem Fluss Newa und ist die nördlichste Millionenstadt der Welt. Die Stadt wurde 1703 von Peter dem Großen auf einem Sumpfgelände nahe dem Meer gegründet, um den Anspruch Russlands auf Zugang zur Ostsee zu untermauern. Über 200 Jahre lang trug sie den heutigen Namen. Von 1914 bis 1924 hieß sie Petrograd und von 1924 bis 1991 wurde sie zu Ehren von Lenin, dem Gründer der Sowjetunion, Leningrad genannt. Die Stadtgründung von Sankt Petersburg umfasst den politischen Mythos um Peter dem Großen. Danach soll der weitsichtige Zar bereits beim ersten Anblick eine unbewohnte und öde Sumpflandschaft an der Newa-Mündung zum Standort seiner zukünftigen Hauptstadt, eines „Fensters nach Europa“ für Russland, ausgewählt haben. So wurde durch die enorme Willenskraft des Zaren eine "Hauptstadt aus dem Nichts" geboren. Die widrigen Gegebenheiten der Region ließen kaum Landwirtschaft zu. Hinzu kamen häufige Überschwemmungen. Den entscheidenden Vorteil sah der Zar jedoch in dem Seehafen, welcher an die russischen Binnenflüsse angeschlossen war. Zudem warf man einen Blick Richtung Westeuropa. Unter diesen strategischen Gesichtspunkten sollte hier die neue Hauptstadt entstehen. Die Durchführung überließ Peter der Große nicht dem Zufall. Er rekrutierte ab 1706 zig tausend Zwangsarbeiter und ließ alle Steinmetze des Landes ausschließlich für die Errichtung der neuen Hauptstadt arbeiten. Dem Adel wurde befohlen seinen Lebensmittelpunkt nach Sankt Petersburg zu verlegen. Die erste Polizei und Feuerwehr des Landes wurde erschaffen. Die Straßen wurden künstlich beleuchtet. Da die Baumaterialien in dem Sumpfgebiete knapp waren, musste jeder Einwohner 100 Steine im Jahr als Tribut an die Stadt geben. Auch Frachtschiffe, die die Newa Mündung kreuzten, mussten einen gewissen prozentualen Anteil an Steinen in der Fracht mitführen. Das Megabauprojekt des Zaren trug Früchte und Sankt Petersburg wurde im Jahr 1712 Hauptstadt des russischen Reiches und blieb dies mit kurzer Unterbrechung für zwei Jahrhunderte bis 1918. Die Stadt erlebte ihre Blütezeit Anfang des 18. Jahrhunderts als unzählige europäische Handwerker und Ingenieure Sankt Petersburg zu einem der Zentren für europäische Technik und Wissenschaft machten. Als der Stadtvater Peter der Große 1825 starb, wurde es ruhiger um die Hauptstadt. Die nach Peter dem Großen prägende Figur der Stadt wurde schließlich Katharina II., die Große. Sie bestieg von 1762 bis 1796 den Thron und öffnete das Reich wieder verstärkt nach Westen, indem sie Künstler und Architekten nach Sankt Petersburg holten. Durch das Einladungsmanifest Katharinas wurden unter anderem Religionsfreiheit und die Selbstverwaltung auf lokaler Ebene mit Deutsch als Sprache zugesichert, ferner eine finanzielle Starthilfe. In dieser Zeit erlebte die Hauptstadt eine neue Blütezeit und es entstanden unzählige Prunkbauten, die noch heute das Stadtbild bestimmen. Erst 1918 musste Sankt Petersburg seine Vormachtstellung wieder an Moskau abgeben. Die neu gegründete Sowjetunion verlagerte das politische Machtzentrum wieder in die alte Hauptstadt Moskau und die ehemalige Zarenstadt Sankt Petersburg wurde in Leningrad umbenannt. Heute zählt die Stadt von Peter dem Großen zu dem prachtvollsten in ganz Europa. Die historische Innenstadt mit 2300 Palästen, Prunkbauten und Schlössern ist seit 1991 als Weltkulturerbe der UNESCO eingetragen und wird in seiner Vielfalt nur von Venedig überboten.


Nun wollen wir euch einige der schönsten Plätze dieser atemberaubenden Stadt und Umgebung vorstellen. Die beste Reisezeit ist mit Sicherheit der Sommer. Von Juni bis August ist die Temperatur angenehm mild bei etwa 20 Grad. Auch wenn oft mit Regen zu rechnen ist, gibt es auch viele trockene Tage. Aufgrund der nördlichen Lage der Stadt geht von Ende Mai bis Mitte Juli die Sonne in Sankt Petersburg nicht ganz unter, so dass es auch nachts fast durchgehend hell bleibt. Der Tag hat dann durchschnittlich 19 Stunden und die längste der sogenannten Weißen Nächte fällt auf den 21./22. Juni. In diesem Zeitraum erlebt in der Stadt eine zauberhafte Atmosphäre. Spätestens ab Oktober wird es dann bis April sehr kalt in Sankt Petersburg. Im tiefen Winter fallen die Temperaturen in den zweistelligen Minusbereich.


Wir reisen in den erwähnten langen Nächten und landen zunächst am internationalen Flughafen Pulkowo. Von Deutschland fliegen viele Standorte Sankt Petersburg mit einem Direktflug an. Nach knapp drei Stunden erreichen wir schließlich die nördlichste Millionenstadt. Am schnellsten ins Zentrum von St. Petersburg gelangt man mit dem Bus bis zur Metrostation Moskovskaya. Von dort in die Metro umsteigen (Linie 2, blau) und bis zur Station Newski Prospekt fahren. Von der zentralen Prachtstrasse kann man viele Sehenswürdigkeiten fußläufig erreichen. Die Preise für die Tickets des öffentlichen Verkehrs sind, übrigens ähnlich wie in Moskau, außerordentlich günstig und ein Erlebnis sind insbesondere die prunkvollen Metrostationen, welche zu den schönsten der Welt zählen.


Startpunkt ist der zentrale Newski-Prospekt. Er ist eine 4,5 Kilometer lange Straße im historischen Zentrum Sankt Petersburgs und eine der berühmtesten Straßen Russlands überhaupt. Wir flanieren entlang dieser eindrucksvollen Einkaufsstraße mit unzähligen Geschäften, Boutiquen, Cafés und Restaurants in historischen Prunkbauten. Hier spielt sich das öffentliche Leben der Stadt ab.


Von hier gelangen wir am Gribojedow-Kanal zu einer der beeindruckendsten Kirchen Russlands. Die Auferstehungskirche, auch als Blutkirche bekannt, ist augenscheinlich nach dem Vorbild der Moskauer Basilius-Kathedrale gestaltet und als einziges großes Kirchengebäude der Petersburger Innenstadt, das nicht italienischen und klassizistischen westlichen Baustilen folgt, entsprechend auffällig. Die Orientierung an der ornamentalen und bunten Dekorationsweise der altrussischen Kunst aus der Epoche vor Peter dem Großen, die sich der westlichen Kultur noch nicht geöffnet hatte, entsprach der in der zweiten Jahrhunderthälfte am Zarenhof gepflegten Rückwendung hin zu den nationalen Traditionen. Erbaut wurde sie von 1883 bis 1912 an der Stelle, an der Kaiser Alexander II. einem Attentat zum Opfer gefallen war. Sie wurde zur Hundertjahrfeier des Sieges über Napoleon Bonaparte im „Vaterländischen Krieg“ und zum 300-jährigen Jubiläum der Romanow-Dynastie eröffnet. Wir staunen über diesen fast märchenhaften Sakralbau. Eintritt in die Kirche kostet 350 Rubel, also etwa 4 Euro.


Eine weitere wunderschöne Kirche finden wir ebenfalls am Newski Prospekt. Die russisch-orthodoxe Kasaner Kathedrale wurde zwischen 1801 und 1811 nach dem Vorbild des römischen Petersdom gebaut. Das monumentale Säulenbauwerk öffnet sich auf einem großzügigen Platz zur zentralen Petersburger Boulevard-Straße. Wir sind fasziniert von der unglaublichen Schaffenskraft der russischen Zarenzeit und erleben nur wenige Schritte weiter die nächsten Meisterwerke der Baukunst.


Es geht zur Isaakskathedrale. Sie ist sowohl die größte Kirche Sankt Petersburgs, als auch eine der größten sakralen Kuppelbauten der Welt. Die im Jahr 1858 eröffnete Kirche ist 111 Meter lang, 97 Meter breit und 101 Meter hoch. Der Durchmesser der gigantischen vergoldeten Hauptkuppel beträgt sagenhafte 26 Meter. In der Kirche finden mehr als 10.000 Menschen Platz. Für 250 Rubel, knapp 3 EUR, gelangt man auf die Aussichtsplattform und genießt einen fantastischen Blick über die Zarenstadt. Auch von Innen ist die russisch-orthodoxe Kathedrale atemberaubend schön. Wir bewundern im Inneren prachtvolle Mosaiken und Malereien an den Wänden.


Wieder zurück Richtung Orientierungspunkt Newski Prospekt gelangen wir zu einem der Top Sehenswürdigkeiten Russlands, der gigantische Palast Platz mit der weltberühmten Eremitage. Der weitläufige zentrale Platz ist umgeben von wunderschönen Prunkbauten, Palästen und Schlössern. Hier treffen sich sowohl Touristen, als auch die Einheimischen. Händler bieten touristische Waren an und Künstler musizieren auf dem historischen Platz, an dem viele Feiern aber auch bedeutende Aufstände und Revolutionen stattfanden. Im Zentrum des Palast Platzes befindet sich die fast 50 Meter Alexandersäule. Sie wurde aus rotem Granit gefertigt und ist die größte ihrer Art weltweit.


Das älteste und auffälligste Gebäude was wir hier entdecken ist der pompöse, weiß-grüne Winterpalast, in welchem sich die zweitgrößte Kunstsammlungen der Welt befindet, die Eremitage. Sie wurde einst von Katharina der Großen ins Leben gerufen. Der Winterpalast liegt zwischen dem Ufer der Newa und dem Palast Platz. Er war einst die Hauptresidenz der russischen Zaren und wurde 1711 erstmals errichtet. Heute ist das Kunstmuseum Eremitage das Highlight im Winterpalast. Es ist neben dem Louvre die bedeutendste Sammlung klassischer europäischer Kunst. In mehr als 350 Sälen sind etwa 65.000 Exponate zu bestaunen. Zu den ausgestellten Kunstwerken gehören Werke holländischer und französischer Meister wie Rembrandt, van Gogh, Rubens, Matisse und Paul Gauguin. Außerdem sind zwei Gemälde des italienischen Künstlers Leonardo da Vinci, sowie 31 Gemälde des spanischen Malers Pablo Picasso ausgestellt. Der Eintritt kostet knapp 50 Euro und man sollte die Tickets online bestellen oder sich in die lange Warteschlange einreihen.


Unweit des Winterpalastes und der Eremitage befindet sich am Ufer der Newa die auffallende Admiralität. Sie ist der Sitz der russischen Marine und ein vorallem wunderschönes Gebäude. Im Jahr 1711 erbaut, sollte sie die Stadt vor schwedischen Schiffsangriffen schützen. Sankt Petersburg war dank Peter dem Großen die erste Stadt in Russland, in der der Schiffsbau aktiv entwickelt wurde. Früher wurde die Admiralität deshalb als Werft genutzt. Das Admiralitätsgebäude ist ein historisch bedeutendes Baudenkmal, dessen goldene Spitze wir schon von Weitem sehen können. Ganz oben auf der Spitze der Admiralität sitzt ein goldenes Schiffsmodell, das eines der Symbole von Sankt Petersburg ist. Rund um das Bauwerk lädt der weitläufige Alexanderpark und die Admiraltejskaja Promenade an der Newa zum Verweilen an.


Wir blicken vom Newa Ufer auf das imposante Stadtbild mit ihren unzähligen Palästen, Kirchen und Schlössern und gelangen auf die andere Seite des Flussufers. Hier finden wir sogar einige Sandstrände und Badegäste, die sich im zugebenermaßen etwas bräunlichen Wasser erfrischen. Naja. Einen Badeurlaub würden wir hier nicht unbedingt verbringen. Dafür hat Sankt Petersburg ganz andere Vorzüge. So wie die atemberaubende Peter und Paul Festung, welche wir nun besuchen. Hier wurde im Jahr 1703 einst der Grundstein für die heutige Millionen Metropole gelegt. Die älteste Kathedrale der Stadt, die das Herzstück der Peter-und-Paul-Festung bildet, ziert eine lange goldene Turmspitze, die zu den Wahrzeichen der Stadt gehört. Die Kathedrale beherbergt u.a. das Grab des legendären Romanow-Zaren Peter dem Großen. Für etwa 6 Euro erhalten wir Eintritt in die weitläufige Festungsanlage, in der sich neben der Kathedrale noch Museen und Cafés befinden. Ein spannender Ort auf der Spurensuche zur Stadtgründung. Von den Festungmauern erhalten wir einen traumhaften Ausblick auf die Newa und die historische Altstadt.


Nun haben wir aber erstmal genug von Kirchen und Palästen. Am Ufer der Newa empfängt uns ein grüner Rückzugsort von der Hektik der Großstadt, der Sommergarten. Wie so vieles wurde auch er im 18. Jahrhundert errichtet. Die ursprüngliche Größe wurde inzwischen verkleinert und zum englischen Landschaftsgarten umgestaltet. Er war ein Prachtstück damaliger Gartenbaukunst. Er enthält die 1714 fertiggestellte Sommerresidenz Peters des Großen. Trotz der vorgenommenen Verkleinerung und der gärtnerischen Umgestaltung ist es eine wunderbare Parkanlage mit einer schönen Fontäne und zahlreichen Skulpturen, die Peter der Grosse aus Italien kommen ließ. Auch wenn im Sommergarten durch die Nähe zum Zentrum immer viel los ist, finden wir hier schöne, ruhige und schattige Plätze um die tollen Eindrücke der Stadt zu verarbeiten.


Es wäre endlos die unzähligen weiteren Baudenkmäler der Stadt vorzustellen. An fast jeder Ecke der historischen Altstadt erhebt sich ein Meisterwerk der Architektur. So haben wir nun einige der schönsten Sehenswürdigkeiten von Sankt Petersburg besucht und wollen noch ein weiteres außergewöhnliches Highlight der Zarenstadt nicht unerwähnt lassen. St. Petersburg wird auch als "Venedig des Nordens" bezeichnet. Inseln, Kanäle und Brücken kennzeichnen das Stadtbild. Besonders eindrucksvoll erleben wir die Kulisse und Atmosphäre der russischen Metropole während der Weißen Nächte auf einer nächtlichen Bootsfahrt auf der Newa. Wenn sich nachts die Zugbrücken öffnen und die Schiffe durch die Brücke gleiten, hüllt der Himmel die Stadt in rosarot. Romantik pur.


Bevor wir das Kapitel Sankt Petersburg aber endgültig schließen, fehlt noch ein absolutes Must-See, das sagenhafte Schloss Peterhof. Genau genommen liegt es eigentlich nicht direkt in Sankt Petersburg, sondern etwa 30 Kilometer und 50 Fahrminuten westlich des Stadtzentrums. Er gehört aber unweigerlich zu der Geschichte der Stadt und gilt zudem als einer der schönsten Schlossanlagen der Welt. Der Eintritt in die Palast und Gartenanlage beträgt 1.000 Rubel, etwa 14 EUR. Von Sankt Petersburg bieten viele Agenturen Transfers und Besichtigungen zum Peterhof an. Natürlich sind wir hier nicht alleine, dennoch verteilen sich die Leute in der riesigen Parkanlage. Das Ticket sollte man online bestellen um Warteschlangen zu vermeiden. Der Peterhof ist die russische Antwort auf Versailles. Zar Peter der Große plante nach dem Sieg über Schweden im Jahr 1709 eine angemessene Residenz als Wahrzeichen der russischen Großmacht. Die konkreten Planungen begannen 1714. Hierzu ließ sich der Zar auf einer Europareise von europäischer Handwerkskunst inspirieren, so dass der Peterhof im August 1723 eingeweiht wurde. Die Palastanlage ist reich geschmückt, über und über mit Gold verziert. Die Gartenanlage liegt direkt am Finnischen Meerbusen und ist mit goldenen Fontänen, Statuen und Brunnen reich geschmückt. Alles funktioniert nur durch natürlichen Wasserdruck mit Hilfe eines Wasserkanals, der in die Ostsee verläuft. Ein atemberaubendes Bauwerk, das einem den Atem raubt. Wir bestaunen die Wasserspiele, genießen die schattenspendenden alten Bäume, schlendern durch die grünen Alleen und rasten an den prachtvollen Brunnenanlagen. Die unzähligen goldenen Skulpturen und Kuppeln der Kirchen und Paläste glänzen im Sonnenlicht. Einfach unvorstellbar was damals geschaffen wurde. Wenn ihr in Sankt Petersburg verweilt, solltet ihr unbedingt einen Ausflug in den Peterhof einplanen. Für uns war es der tolle Abschluss unserer Reise in das einzigartige und sagenumwobene Reich der Zaren.

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