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  • AutorenbildThomas Gräbel

Wildes Südafrika - Garden Route und Kap Region

Aktualisiert: 25. Apr. 2021



Wer Natur liebt, wird Südafrika lieben. Das Land am südlichsten Zipfel des afrikanischen Kontinents ist nicht nur bekannt für seine wilde Tierwelt, sondern beheimatet eine auch eine landschaftliche Vielfalt, die Ihresgleichen sucht. Gigantische Nationalparks, weite Strände und üppige Weinberge prägen das Land ebenso, wie idyllische Lagunen, dichte Wälder und schroffe Felsküsten. Südafrika ist vielmehr als nur Safari und Kapstadt, es ist ein abwechslungsreiches Wunderland der Natur. Ein Paradies für Flora und Fauna. Wir wollen euch mitnehmen auf unsere Reise durch die atemberaubenden Landschaften des südlichsten afrikanischen Landes. Wir starten in Port Elizabeth und besuchen zunächst den wilden Addo Elephant Nationalpark, wo uns nicht nur Elefanten erwarten. Von dort fahren zur berühmten Garden Route. Diese führt uns an der Küste entlang bis zur Mossel Bay. Auf dem Weg halten im Tsitsikamma Nationalpark. Nach einem Adrenalinrausch wandern wir hier durch die urwüchsige Natur. Weiter führt die Strecke in den mondänen Küstenort Plettenberg Bay. Ein perfekter Ort für Strand, Sonne und Entspannung, aber auch zum Wandern, im Robberg Nature Reserve. Die Küstenstadt Knysna ist unser nächster Stopp. Er liegt wunderschön an einer weiten Lagune, welche mit dem Indischen Ozean verbunden ist. Weiter geht es nach Wilderness für etwas Strandfeeling in idyllischer Natur. Der Endpunkt der Garden Route ist schließlich die Mossel Bay. Ein idealer Ort um "The Great White" von Angesicht zu Angesicht zu begegnen. Die Garden Route führt meist an der Küste entlang von Port Elizabeth bis zur Mossel Bay. Die etwa 360 Kilometer lange Strecke gehört zu den schönsten Routen Südafrikas und zeigt euch auf einer verhältnismäßig kurzen Distanz die außergewöhnliche Vielfalt des Landes. Zudem ist die Route bestens ausgebaut und gehört zu sichersten Straßen des Landes. Und auch viele Orte, Hotels, Restaurants und Tankstellen befinden sich entlang der Strecke. Ein idealer Einstieg also um Südafrika kennenzulernen. Unser Weg führt uns jedoch weiter. Schließlich wollen wir nach Kapstadt. Weitere 380 Kilometer führen uns zum Kap der guten Hoffnung. De Hoop Nature Reserve bietet sich als idealer Zwischenstopp an. Blendend weiße, unendliche Strände, wilde Natur und Tiere stehen hier auf dem Programm, ehe wir in der wohl bekanntesten afrikanischen Stadt ankommen. Waterfront, Tafelberg, Boulders Bay und Cap of Good Hope sind nur einige Highlights der Kap Region. Zuletzt gibt es Erholung, Genuss und Kulinarik in den Weinbergen von Paarl. Es ist ein perfekter Abschluss unseres Roadtrips. Wir können euch die Route nur empfehlen. Etwa 3 Wochen solltet ihr aber schon einplanen um nicht zu sehr hetzen zu müssen. Dafür erhält ihr einen unvergesslichen Eindruck von eben jener unglaublichen Vielfalt des Landes. Abgesehen vom riesigen Krüger Nationalpark liegen übrigens auch die meisten Sehenswürdigkeiten an der hier beschriebenen Südküste.


Bevor wir aber nun mit dem detaillierten Bericht unserer Rundreise beginnen, stellen wir euch Land und Leute etwas genauer vor. Südafrika ist eines der größten Länder des afrikanischen Kontinents. Mit einer Fläche von 1,22 Millionen Quadratkilometern ist es fast 3,5 mal so groß wie Deutschland. Kein Wunder also, dass die Wege hier weit sind. Etwa 60 Millionen Menschen bewohnen eines der am besten entwickelten Länder Afrikas. Nicht umsonst gehört Südafrika als einziges afrikanisches Land zu den G20 Mitgliedern (Wichtigste Industrie- und Schwellenländer). Es gibt mit Kapstadt, Pretoria und Bloemfontein gleich drei Hauptstädte, deren Gewaltenteilung mit Legislative, Exekutive und Judikative auf die Städte verteilt ist. Die Republik Südafrika ist ein kulturell verschiedenes Land, in dem Menschen mehrerer Ethnien leben und das aufgrund dieser multikulturellen Vielfalt oft als „Regenbogennation“ bezeichnet wird. Da die diversen Bevölkerungsgruppen nicht immer konfliktfrei nebeneinander lebten, belasteten vielschichtige, gesellschaftliche Probleme und Unruhen das Verhältnis zwischen der nicht europäischen Mehrheitsbevölkerung und den europäischstämmigen (weißen) Einwanderern, sowie ihren im Lande geborenen Nachfahren mit gravierenden Auswirkungen auf die Geschichte und Politik des Landes. Der Begriff "Apartheid" hat nicht nur weltweit traurige Bekanntheit erlangt, sondern ist leider auch fester Bestandteil der jüngeren Geschichte Südafrikas. Eine "getrennte Entwicklung" des Landes wurde im Jahr 1948 mit dem Wahlsieg der "weißen" Nationalen Partei geschaffen. Dabei kam es zur unmenschlichen Unterdrückung der überwiegend schwarzen Bevölkerungsgruppe. Jahrzehnte lang wurde unter dem Führer Nelson Mandela für Gleichberechtigung und Freiheitsrechte gekämpft. Es kam zu schweren Unruhen und Kämpfen. Im Jahr 1990 gelang schließlich die Wende in der Politik und bei den Parlamentswahlen 1994 wurde erstmals ein gleiches Wahlrecht für alle Bürger eingeführt, was zu politischen Veränderungen und einer gesellschaftlichen Neuordnung führte. Die traurige Zeit der Apartheid war endgültig vorbei. Der gesellschaftliche Unterschied ist aber bis heute vorallem in den Metropolregionen unschwer zu erkennen. So treffen z.B. in Kapstadt arm und reich aufeinander. Viele "Schwarze" leben in den heruntergekommenen Townships vor den Toren der Stadt, während die überwiegend "weiße" Bevölkerung in bewachten Villen im Zentrum wohnt. Die gesellschaftliche Entwicklung der Geschichte Südafrikas ist letztendlich auf den 06. April 1652 zurückzuführen, als die Niederländer während einer Ostindien Expedition eine Versorgungsstation am Kap der guten Hoffnung errichteten. Aufgrund der strategisch günstigen Lage zwischen Indischen und Atlantischen Ozean wurde die Region bald eine beliebte Raststation für europäische Handelsschiffe auf dem Weg nach Südostasien. Im 17. Und 18. Jahrhundert wuchs die Region unter niederländischen Besitz schnell und die Siedler breiteten sich in der Kap Region weiter aus. Auch hunderte französische Hugenotten, welche in Frankreich verfolgt wurden, kamen in der Zeit über die Niederlande an das westliche Kap und brachten die Weinbaukultur mit. Noch heute sind die französischen Namen der weltberühmten Weinanbeugebiete (z. B. Paarl) in Südafrika darauf zurückzuführen. Die Ausbreitung der Kap Holländer führte schließlich zu den ersten Grenzkriegen in Afrika. Hierzu wurden Sklaven aus Madagaskar, Indien und Indonesien in das Land geholt. Ende des 18. Jahrhunderts schwand der Einfluss der niederländischen Seefahrer und Händler, so dass das Königreich Großbritannien die Region 1797 besetzte. Nachdem die Niederlande von Napoleon Bonaparte und den Franzosen besetzt wurde, wollte man sich den für den Handel strategisch günstigen Standort unbedingt vor den Franzosen sichern. Als die Briten das wichtige Kap im Jahr 1802 zunächst wieder den Niederlanden übergeben mussten, eroberten sie die Region wiederum 1806 und sicherten sich diese durch Gründung von Kolonien dauerhaft. Mit weiteren Grenzkämpfen vergrößerte sich die britische Kronkolonie. Als 1833 von der britischen Regierung die Sklaverei abgeschafft wurde, kam es zu Unruhen und Kämpfen, da die Buren (Bauern) , die europäischen weißen Einwanderer (Kapholländer), auf die Sklaverei als Existenzgrundlage angewiesen waren. Als Ende des 19. Jahrhunderts Gold und Diamanten entdeckt wurden, kam es zur weiteren Einwanderung von Europäern. Dies führte wiederum zur Ausbeutung und Benachteiligung der ursprünglichen Bevölkerung. Die Buren wiederum zogen sich ins Hinterland zurück und gründeten dort Burenrepubliken, u.a. die südafrikanische Republik. Nachdem der Widerstand den britischen Expansionsbemühungen gegenüber zunächst erfolgreich war (Erster Burenkrieg), schlugen die Briten Anfang des 20. Jahrhunderts im zweiten Buren Krieg erfolgreich zurück. Die Briten, welche sich die Kontrolle des enormen Goldvorkommens sichern wollten, besiegten diesmal die Buren und gliederten die burischen Republiken in das britische Königreich ein. Den Buren wurden jedoch großzügige Rechte gewährt. So sollte niederländisch eine Amtssprache bleiben und auch diskriminierende Regelungen gegenüber der nicht-weißen Bevölkerung wurden festgelegt. So herrschte Frieden zwischen den niederländischen Buren und den Briten, welche 1934 sogar eine United Partei (Zusammenschluß der rechtsgesinnten burischen Nasionale Partei und der britischen South Africa Partei) zur endgültigen Aussöhnung gründeten. Diese wurde jedoch 1939 mit Beginn des zweiten Weltkrieges zerschlagen. 330.000 Südafrikaner kämpften unter britischer Herrschaft gegen das Deutsche Reich. Die Nasionale Partei sympathisierte dagegen mit Hitler Deutschland und konnte ab 1945 die politische Macht erlangen. So baute die Partei der weißen Bevölkerungsminderheit die schließlich Rassentrennung aus.


Um das heutige Südafrika, die Gesellschaft und auch ihre Konflikte zu verstehen, ist ein Blick in die bewegte Vergangenheit des Landes unabdingbar. Bevor wir nun mit unserer Fahrt loslegen, wollen wir uns noch mit einer weiteren Sache befassen, die oft mit Südafrika in Verbindung gebracht wird, die Kriminalität. Natürlich ist die Kriminalität auch auf die Jahrzehnte lange Diskriminierung in der Apartheid zurückzuführen. So steht das Land Südafrika im Ruf, ein Hort der Kriminalität zu sein. Laut der letzten amtlichen Statistik wurden je 100.000 Einwohner 34 Menschen ermordet. Eine der höchsten Mordraten der Welt. Der Durchschnitt in der Welt liegt bei etwa 5, in Westeuropa liegt der Wert noch bedeutend darunter. Für den Leser, auch auf Seiten des Auswärtigen Amtes, kommt da sofort der Eindruck auf, dass die Südafrikaner in einem Bürgerkriegsland leben. Doch die Realität im Land sieht anders aus. Die meisten Tötungsdelikte und Verbrechen ereignen sich fernab der Tourismusrouten in den Townships. Auch die Großstadt Johannesburg ist ein Pflaster für Kriminalität. Ansonsten lässt sich das wunderschöne Land, vorallem in der Kap Region im Süden, gefahrlos erkunden. Verbrechen an Touristen sind wirklich eine absolute Seltenheit und wenn dann handelt es sich um Diebstahl oder in seltenen Fällen um Raub. Die beunruhigenden Zahlen zielen in der Regel auf inländische Opfer ab. Touristen können bei normalen Vorsichtsmaßnahmen (natürlich sollte man keinen sichtbar, wertvollen Schmuck zur Schau stellen) einen entspannten Urlaub in Südafrika verbringen.


Und nun noch ein paar allgemeine Informationen. Als britisches Kolonialerbe herrscht in Südafrika Linksverkehr. Amtssprache ist englisch und die schwache Währung des Landes ist der Südafrikanische Rand ZAR (1 ZAR entspricht in etwa 5 Cent). Die beste Reisezeit für die Kapregion ist vor allem der Frühling (September bis November). Die Temperaturen sind sehr angenehm und vor allem in der nördlichen Kapregion blüht alles. Auch im Sommer ist diese Region sehr beliebt, vorrangig in den südafrikanischen Sommerferien (Mitte Dezember – Mitte Januar) kann es aber ziemlich voll werden und viele Unterkünfte sind bereits weit im Voraus ausgebucht. Wenn ihr zeitlich etwas flexibel seid, dann solltet ihr die Kap Region außerhalb der Hochsaison besuchen. Das Klima im Herbst (April und Mai) ist perfekt, um das ganze Land zu besuchen, auch in Kapstadt und an der Garden Route herrschen noch angenehme Temperaturen bis 25 Grad. Kapstadt und die Garden Route sind gut von September bis Mai zu bereisen. Wenn ihr in den deutschen Sommerferien reist, kann eine Regenjacke ganz nützlich sein. Da Kapstadt und die Gardenroute Winterregengebiet sind, müsst ihr von Juni bis August auch mit einigen Regentagen rechnen.


Wir starten unser Südafrika Abenteuer mit einem Flug nach Port Elizabeth. Am internationalen Flughafen nehmen wir nach 14 Stunden Flug mit Zwischenstopp in Paris endlich unseren Mietwagen in Empfang. An den Linksverkehr und die spiegelverkehrte Sitzposition gewöhnen wir uns rasch. Diverse Mietwagenanbieter verlangen etwa 100 bis 150 Euro pro Woche für einen ordentlichen PKW. Abgabeort ist in knappen 3 Wochen der Flughafen in Kapstadt, von wo aus es zurück geht. Wir reisen im September, in dem der südafrikanischen Frühling blüht. Unser Startpunkt liegt am Ostkap und ist mit etwa 315.000 Einwohner eine der größten Städte des Landes. Im Zentrum der Stadt befinden sich einige interessante viktorianische Bauwerke. Ansonsten spielt sich das touristische Leben in der Hafenstadt an der weitläufigen Strandpromenade ab. Hier laden Strände zum Baden ein und Bars und Restaurants säumen das Ufer. Das Hacklewood Hill Country House ist der ideale erste Stopp um sich vom langen Flug zu erholen. Für etwa 60 Euro genießen wir im Doppelzimmer eine kleine Oase im Grünen in der Nähe des Zentrums und Flughafens.


Nach unserer ersten Übernachtung in Südafrika starten wir in die wilde Natur des Landes. Erstes Ziel ist der Addo Elephant Nationalpark. Südafrika ohne Safari geht eben nicht. Der Addo Park befindet sich knapp 70 Kilometer nördlich von Port Elizabeth im Inland. Nach einer Stunde Fahrt sind wir da. Seit Oktober 2003 sind im Addo wieder die "Big 5" (Nashorn, Löwe, Leopard, Büffel und natürlich der Elefant) zu Hause. Aber das ist noch nicht alles: der Park ist inzwischen der drittgrößte in Südafrika und neben den großen Landtieren kann man auch Wale und den weißen Hai beobachten. Weltweit ist er somit der einzige Park mit den Big Seven!

Der Park wurde 1931 gegründet und bietet zur Zeit mehr als 600 Elefanten, Büffeln, verschiedenen Antilopenarten und anderen wilden Tieren einen sicheren Lebensraum. Am Rande der Garden Route im Western Cape ist er somit der ideale Ort für eine Safari mit den Big 5. Der Eintritt in den Park kostet etwa 20 Euro pro Person. So kann man mit dem eigenen Mietwagen selbst im Park fahren. Wir entscheiden uns jedoch für eine geführte Safari um mit Hilfe des Rangers möglichst viele Tier zu Gesicht zu bekommen. Dazu brechen wir am Nachmittag auf. Die beste Zeit ist die Dämmerung um vielen Tieren zu begegnen. Und in der Tat, wir haben Glück. Wir sehen Zebras, Antilopen, unzählige Elefanten und tatsächlich auch die scheuen Könige der Tierwelt, Löwen. Was für ein unvergessliches Erlebnis. Nur wenige Meter neben einem Prachtexemplar eines Männchen bleiben wir mit dem Jeep stehen und halten den Atem an. Jetzt verlässt keiner den Jeep. In der Dämmerung kommen dann auch weitere Löwinen aus dem Dickicht. Unsere erste Safari überhaupt ist ein voller Erfolg. Mit diesen einmaligen Erlebnissen fahren wir weiter in unsere Unterkunft, den idyllischen Umlambo River Lodges, nur 25 Minuten vom Nationalpark entfernt. Großzügige Logdes an einem Fluss in atemberaubender Natur. Für 60 Euro pro Logde ein idealer Standort auch für das nächste Ziel.


Nach etwa 30 Minuten Fahrt am nächsten Tag erreichen wir das Daniell Cheetah Project. Ein einzigartiges und faszinierendes Projekt zum Erhalt von Wildkatzen. Die kleine Farm ist ein echter Geheimtipp um abseits der Touristenströme Geparden ganz nah zu kommen und viel über die Tiere zu lernen. Für wenige Euro erhalten wir eine sensationelle Führung durch die Wildkatzenfarm. Hyänen, Scharkale und Löwen warten auf uns. Am Ende gibt es ein echtes Highlight. Wir dürfen einen Geparden ganz nah kommen. Ein unvergessliches aber auch respektvolles Erlebnis der gefährlichen Wildkatze ohne Zaun direkt gegenüber zu stehen und diese zu berühren. Wenn ihr in der Nähe seid, solltet ihr unbedingt einen Abstecher hierher machen und das großartige Projekt unterstützen. Mit soviel tierischen Eindrücken fahren wir zurück in unsere Lodge.


Am nächsten Tag fahren wir weiter auf die berühmte Garden Route, eine der schönsten Straßen des Landes, welche viele Sehenswürdigkeiten am Kap miteinander verbindet. Es folgt ein weltweit einzigartiger Adrenalinkick. Nach etwa 2,5 Stunden Fahrt an der Küste erreichen wir die Bloukrans Bridge. Der Bloukrans Bridge Bungy ist mit 216 Metern über dem Bloukrans River der höchste kommerziellen Brücken Bungy der Welt. Es befindet sich am N2 Highway an der Grenze zwischen dem Ostkap und dem Westkap im Tsitsikamma-Gebiet. Für etwa 60 Euro erhalte ich hier den Adrenalinstoß meines Lebens. Schon der Weg zum Absprungpunkt unterhalb der Brücke ist ein Abenteuer. Mit lediglich einem Gitter unter den Füßen gehen wir zur Sprungplattform in der Mitte der über 200 Meter tiefen Schlucht. Das Team "Face Adrenalin" bereitet mich hervorragend und professionell auf den Sprung meines Lebens vor. 3, 2, 1 Bungee, der freie Fall in die Schlucht beginnt. Ein unbeschreibliches Erlebnis, dass noch heute für Gänsehaut bei dem Gedanken daran sorgt. Das Stehen am Abgrund vor dem Sprung, der endlos wirkende freie Fall bis zur Erlösung durch das Seil, einfach einmalig.


Zur Beruhigung geht es nun in der Tsitsikamma Nationalpark unweit der Brücke. Dazu fahren wir knapp 30 Kilometer zurück an der Küste Richtung Osten. Hier empfängt uns ein wunderschönes Naturschutzgebiet mit wilden Schluchten und dichten Wäldern. Für 14 Euro pro Person genießen wir hier die beeindruckende Natur. Eine atemberaubende Flora und Fauna bietet tolle Wandermöglichkeiten am Indischen Ozean. Eine kurze Wanderung (25 Min. je Richtung) führt uns zur 192 Meter langen Suspension Bridge, einer schwindelerregenden und schaukelnden Hängebrücke über der Mündung des Storms River. Der Weg dorthin führt durch einen Feuchtwald, wie er für die Küste hier typisch ist. Der Weg ist befestigt, trotzdem an manchen Stellen steil und etwas mühselig. Auf der anderen Seite des Flusses führt uns dann noch ein sehr steiler Pfad hinauf zu einem einmaligen Aussichtspunkt. Nahe der Suspension Bridge legen kleine Boote ab zu einer kurzen Fahrt in die Storms River-Schlucht. Außerdem empfiehlt sich der wunderschöne Waterfall Trail. Ein schöner 6 Kilometer langer Wanderweg, der erst harmlos los geht. Teilweise geht es über Felsen. Dabei muss man auf Ebbe und Flut achten. Auf dem Rückweg konnten wir einen Teil nicht passieren, ohne nass zu werden. Es war etwas abenteuerlich.

Auf jeden Fall bequeme feste Schuhe, Sonnenschutz und ausreichend Wasser mitnehmen. Der Wasserfall am Ende lädt dann zur Abkühlung ein. Die Landschaft und die Ausblicke auf dem gesamten Weg sind traumhaft. Es ist aber eine anstrengende Tour. Dauer hin und zurück ca. 2 bis 3 Stunden.


Nach etwa 1 Stunde und 60 Kilometern erreichen wir unser nächstes Ziel, die mondäne Plettenberg Bay. Hier sind wir in Robberg Beach Logde, ein entzückendes kleines Hotel direkt am Strand und umgeben von idyllischer Natur. Mit unter 60 Euro pro Zimmer und Frühstück auch preislich absolut top. Das kleine Küstenstädtchen kommt eher touristisch daher. Alles wirkt hier sehr nobel, fast wie in einem Kurort. Die Plattenerg Bay ist ein idealer Ort der Ruhe und Entspannung. Unendliche Strände und idyllische Natur machen den Ort so bezaubernd. Nette kleine Fischrestaurants säumen die kleine Uferpromenade. Hier lässt es sich ein paar Tage aushalten, umgeben vom weiten Meer. Wir genießen die entspannte Atmosphäre und verarbeiten die tollen Eindrücke unserer bisherigen Reise.


Nachdem wir uns etwas erholt haben, wollen wir die atemberaubende Wanderwege des Robberg Nature Reserve erkunden. Er liegt nur wenige Fahrminuten von der Plattenberg Bay entfernt und bietet eine faszinierende Naturkulisse. Obwohl wir schon viele unterschiedliche Wanderungen gegangen sind, gehört die große, knapp 10 Kilometer lange und etwa 3 bis 4 stündige Runde im Robberg Nature Reserve zu den Allerbesten. Eine perfekt kombinierte und abwechslungsreiche Wanderung, bei der wir neben vielen Tieren (Seehunde, Dassies und viele Vögel) hinter jeder Wegbiegung eine neue, oft atemberaubende Aussicht entdecken kann. Steile Abhänge, faszinierende Steinformationen, sogar Wüstendünen. Auf der großen Tour muss in der zweiten Hälfte etwas geklettert werden. Zu anspruchsvoll für kleinere Kinder. Lediglich 50 Rand, etwa 2,50 Euro, Eintritt pro Person kostet das Erlebnis. Nach der Schranke fahren wir noch einige hundert Meter und gelangen dann zu einem größeren Parkplatz. Es gibt zwei kürzere Wegvarianten, bzw. Abkürzungen. Diese sind auch für kleinere Kinder geeignet. Leider verpasst man hierbei aber die schönsten Stellen. Insgesamt ein echtes Highlight für Wanderer!


Wir verlassen die Plettenberg Bay und fahren auf der Gardenroute eine halbe Stunde in den kleinen Küstenort Knysna. Das 23.000 Einwohner Städtchen gehört zu den wohlhabendsten Regionen Südafrikas. An einer wunderschönen Lagune gelegen, kommen in dem Ort vorallem Austernliebhaber auf ihre Kosten. Eine Austernzuchtfarm in der Lagune macht den edlen Genuss der klitschigen Delikatesse hier besonders gut möglich. Wir spazieren an der wunderschönen Waterfront entlang. Hier reihen sich Restaurants, Bars und Geschäfte an den kleinen Naturhafen. Für einen einzigartigen Ausblick auf die Lagunenlandschaft müsst ihr unbedingt die hohen Felsen "The Heads". Kleine Trails führen auf die hohen Sandsteinfelsen und garantieren einen sensationellen Ausblick.


Von Knysna erreichen wir nach gut 40 Kilometern und ein weiteren halben Stunde Fahrzeit unser nächstes Übernachtungsziel in Wilderness. Im Dolphin Dunes Guesthouse logieren wir für etwa 40 Euro direkt am Strand in den Dünen des Küstenortes Wilderness. Am wilden Strand von Wilderness geht es, abgesehen vom tosenden Meer, ruhig zu. Hier haben wir mit dem Salinas Beach Restaurant auch eines der besten Fischrestaurants unserer gesamten Reise gefunden. Frischer, preiswerter Fisch, so unfassbar lecker. Wie der Name des Ortes schon sagt, ist Wilderness vorallem von der wilden Natur geprägt, die auch wir in vollen Zügen genießen, bevor es für uns weiter geht.


Es wartet der offizielle End- bzw. Startpunkt der Garden Route, die Mossel Bay. Hier erleben wir zum Abschluss einen weiteren unvergesslichen Adrenalinkick. Es geht in den Käfig um den "Great White", den Jäger der Weltmeere zu erleben. Ein persönlicher Traum geht damit in Erfüllung. Einmal dem faszinierenden Weißen Hai ganz nahe sein und ihn hautnah zu erleben. Bevor es aber losgehen kann, steht noch eine Übernachtung im The Bay Lodge an. Am nächsten Morgen geht es mit White Shark Africa in aller Früh los. Es folgt ein gemeinsames Frühstück mit der Gruppe. Wir erhalten Informationen zum Ablauf, anschließend geht es schon auf das Boot. Für 4 Stunden fahren wir nun auf den Indischen Ozean um den faszinierenden Weißen Hai zu begegnen. Es folgen Sicherheitshinweise und schließlich geht es abwechselnd in jeweils zwei Gruppen in den Käfig hinein. Der Puls schlägt uns bis zum Hals. Im trüben Wasser ist die Sicht nicht weit. Das macht das ganze Erlebnis natürlich noch abenteuerlicher. Ein blutender Thunfischkopf wird als Köder vor den Käfig ausgeworfen. Jetzt heißt es warten. Wir sind mit unseren drei Insassen vor Aufregung mehr damit beschäftigt die Gliedmaßen im Käfiginneren zu bewahren, als dass wir Ausschau nach dem Weißen Hai halten. In der Ungewissheit, dass jeden Moment ein 5 bis 6 Meter langes Ungetüm vor Einem auftauchen kann, ist irgendwie beunruhigend. Und da hören wir endlich den Ruf "Shark is coming". Die Köpfe gehen runter, jeder zappelt aufgeregt umher. Und da ist Er. Direkt vor uns schwimmt ein 5 Meter Weibchen vorbei. Es stößt gegen den Käfig, verbeißt sich im Köder. Gruselig und doch atemberaubend. Nach 15 Minuten geht es wieder raus. Schichtwechsel. Die andere Gruppe steigt in den Käfig ein und wir können mit einem wieder gewonnenen Gefühl von Sicherheit den riesigen weißen Hai vom Deck aus bestaunen. Viel entspannter macht uns das jedoch nicht für unseren zweiten "Tauchgang". Aber auch die zweite Runde geht letztendlich gut aus und der Thunfischkopf bleibt so der einzige Bissen des Great White, vorerst zumindest. Wir sind dankbar für diese unvergessliche Erfahrung mit einem der faszinierendsten Lebewesen unserer Welt. Am Ende sind wir aber auch froh wieder an Land zu sein. Mit etwa 200 Euro pro Person ist das Erlebnis zwar nicht gerade billig, aber dafür einmalig.


Hier endet für uns die abwechslungsreiche Garden Route und es sind noch etwa 400 Kilometer und über 4 Stunden Fahrt bis nach Kapstadt. Auf etwa der Hälfte der Strecke lohnt sich unbedingt ein Zwischenstopp im traumhaften De Hoop Nature Reserve. Auf dem Weg zu den Dünen gibt es viele Tiere, wie Gazelle oder Sträuße, zu entdecken. Hier wandern wir durch die riesigen, endlosen und schneeweißen Dünen. Vom Ufer können wir sogar Wale beobachten. Von Juni bis Dezember zählt das Naturschutzgebiet De Hoop zu den besten Plätzen für Walbeobachtungen. So führt auch ein 55 Kilometer langer Fernwanderweg, der sogenannte "Whale Trail", durch die faszinierende Landschaft des Nationalparks. Ganz wichtig ist viel Zeit einzuplanen. Es gibt nämlich eine etwas holprige Anfahrt und es dauert etwas bis man in der weißen Dünenlandschaft am Meer angelangt ist. Obwohl wir nur einen Tag im De Hoop verbringen, sind wir begeistert von der wunderschönen Naturkulisse und der idyllischen Ruhe, die diesen Ort umgibt. So gilt er noch eher als Geheimtipp abseits der Touristenroute.


Weiter geht es Richtung Western Cape, in die wohl schönste Stadt Südafrikas, nach Kapstadt. Etwa 3,8 Millionen Menschen leben in der Metropolregion. So wird sie auch als "Mother City“ bezeichnet, denn sie ist eine der ältesten Städte von ganz Südafrika. Hier, an den Füßen des Tafelbergs, erzählt sie eine spannende Geschichte und ist zugleich ein beliebter Ausgangspunkt für Ausflüge in das atemberaubende Hinterland – beispielsweise zum Lionshead, Boulders Beach oder Kap der Guten Hoffnung. Doch auch die Stadt selbst zieht uns in ihren Bann. Sie liegt im Westen des Landes, wo der Atlantische und der Indische Ozean aufeinandertreffen. Nicht umsonst gehört Cape Town zu einer der faszinierendsten Metropolen der Welt. Unverwechselbar vereint sie Großstadtflair mit spektakulärer Natur. Allein das Stadtbild zwischen dem Ozean und dem flachen Gipfel des Tafelberg bringt uns zum Staunen. In Kapstadt erleben wir den perfekten Mix aus Städtetrip und Aktivurlaub. Im noblen Stadtteil Camps Bay starten wir in unserer Unterkunft Auberge du Cap. Ein herausragendes Guesthouse in den Hügeln von Camps Bay mit unvergesslichen Blick auf das Meer und den Lionshead. Das freundliche Gastgeberpaar, das tolle Frühstück und das gute Preis-Leistungsverhältnis waren ein echtes Highlight unserer Rundreise.


Zunächst wollen wir uns die spannende Metropole Kapstadt anschauen. Der beste Anlaufpunkt ist mit Sicherheit die weltberühmte Victoria & Alfred Waterfront mit Blick auf den Tafelberg. Es gibt ein überwachtes Parkhaus und ist daher auch mit dem Auto für uns leicht zu erreichen. Hier herrscht eine wunderschöne mondäne Atmosphäre. Etliche Straßenkünstler, Bands, futuristische Architektur, nette Cafés, Restaurants, Shoppingmalls, historische oder historisch anmutende Bauten, Robben und das Cape Wheel sieht man in dieser Zusammensetzung nicht überall. Ein prächtiges Hafenviertel, das viel Lebensfreude ausstrahlt. Hier spielt sich zweifelsohne das touristische Leben ab. Ein wunderschönes Ausgeh- und Flanierviertel. Gut und gerne kann man auf dem riesigen Areal am Wasser einen ganzen Tag verbringen, so wie wir es tun. Im eigentlichen Zentrum der Stadt hielten wir uns dagegen weniger auf, denn hier geht es für einen Mitteleuropäer doch teilweise sehr aufdringlich zu. Aber wir wollen die verbleibende Zeit sowieso für das einzigartige Umland von Cape Town nutzen.


So steht am nächsten Tag die Besteigung des weltberühmten Tafelbergs an. Und obwohl wir oft in den Alpen unterwegs sind, ist der markante Berge garnicht so leicht zu bezwingen, es sei denn man nimmt wie die Mehrzahl der Touristen die Seilbahn (Hin und zurück 15 Euro). Da wir uns aber den Tafelberg "verdienen" wollen, gehen wir schweißtreibende 700 Höhenmeter nach oben. Nachdem der Tafelberg bei unserer Ankunft in Kapstadt komplett frei war und sich auch keine einzige Wolke in der Nähe befand, haben wir uns entschlossen den ca. 2,5 stündigen Aufstieg über die Platteklip Gorge zu nehmen. Die Wanderung ist anfangs relativ gemütlich, aber die letzte Stunde gehen wir über teilweise steile Steinstufen hinauf. Die Ausblicke entschädigen für die Mühen. Oben auf 1.086 Metern angekommen, haben wir zum Glück noch kurz freie Sicht und plötzlich erfahren wir wie es ist, wenn sich die Tischdecke von einer Minute auf die andere über den Berg hängt und jegliche Aussicht unmöglich macht. Wir gehen auf dem weitläufigen Gipfelplateau herum und warten auf eine Lücke zwischen den Wolkendecken. Vergebens. Wir steigen den Weg hinab und orientieren uns am Anstiegsweg bis wir wieder zum Startpunkt an der Tafelberg Road kommen.


Zurück in Camps Bay genießen wir von unserer tollen Unterkunft den sagenhaften Ausblick auf den Sonnenuntergang über dem Lionshead. Mit etwas müden Knochen steht am nächsten Tag schon das nächste Highlight an. Wir fahren zum Boulders Beach und weiter zum weltberühmten Kap der guten Hoffnung. Etwa 40 Kilometer südlich von Kapstadt liegt der Boulders Beach. Hier finden wir das Unglaubliche, Pinguine in Afrika. Bei 25 Grad wackeln sie in Scharen durch den feinen Sand eines Traumstrandes. Die kleinen putzigen Brillenpinguine befinden sich mit ihrer Kolonie an einem abgesperrt Strandabschnitt, der über Holzstege erreichbar ist. Der Eintrittspreis ist mit fast 10 Euro pro Person allerdings etwas überteuert. So erhält man auch kostenfrei oberhalb des Parkplatzes schon eine prima Sicht auf die 2.100 Mann starke Pinguinkolonie. Ein skuriller, fast absurder Ort, denn wer rechnet schon mit frei lebenden Pinguinen in Afrika.


Vom Boulders Beach fahren wir nur noch 30 Minuten weiter Richtung Südspitze der Kap-Halbinsel. Hier liegt das mystische und sagenumwobene Kap der guten Hoffnung (Cape of Good Hope). Fast alle Touristen, die 10.000 Kilometer aus Europa nach Kapstadt geflogen sind, kommen hierher. Auch die weltbekannte Legende um den „Flying Dutchman“ („Fliegender Holländer“) findet hier ihre Wurzeln. Denn der Kapitän des holländischen Schiffes, Hendrik van der Decken, schwor 1680 bei stürmischer See, „dass er das Kap umrunden würde und wenn er auf die Hilfe des Teufels zurückgreifen müsse“. Doch auch dieser konnte oder wollte ihm nicht helfen, und der „Flying Dutchman“ verschwand ohne Spuren. Er war von nun aber dazu bestimmt, immer wieder im Nebel aufzutauchen, fliegend und mit zerstörten Aufbauten und Segeln, um andere Seefahrer zu warnen, vielleicht auch, um sie zu erschrecken. Seither behaupten Seefahrer immer wieder, das sagenumwobene Schiff gesichtet zu haben, unter ihnen auch der spätere englische König George V. Daran, dass die Warnung auch heute, in Zeiten moderner Navigationstechniken, noch Bedeutung hat, erinnern zahlreiche Schiffswracks an den Ufern des Nature Reserve, das letzte stammt von 1972. Von einigen Wracks sind immer noch Überreste zu sehen. Die gefährlichen Winde und die zerklüftete Felsenlandschaft im Meer machen diese Küste zu einer echten Herausforderung für Kapitäne. Hier wo der Indische auf den Atlantischen Ozean trifft, hat sich, nicht zuletzt aufgrund der Seefahrer-Geschichte, ein schicksalshafter Ort entwickelt. So werden die Schicksalsuchenden inzwischen scharenweise in Bussen angekarrt. Die meisten wollen nur das eine Foto vom weltberühmten Kap der guten Hoffnung bzw. einem simplen Holzschild. Dementsprechend bilden sich hier Warteschlangen. Auch wir reihen uns ein, wenn wir schon einmal hier sind. Aber dann verschwinden wir schnell aus dem Gewühl und widmen uns wieder der wunderschönen Natur Südafrikas. Denn das eigentliche Highlight liegt hinter der Holztafel. Zum Glück bleiben aber die meisten Besucher dort hängen, so dass wir die tolle Landschaft fast alleine genießen können. Oberhalb des Schildes führt uns ein atemberaubender Pfad hinauf entlang der Küste zum Cape Point und dem Cape Point Leuchtturm. Auf der etwa 1,5 sündigen Küstenwanderung erhalten wir atemberaubende Ausblicke auf die steilen Klippen, die wilde Landschaft mit frechen Baboons (Affen) und das Meer mit einem echten Traumstrand, welcher über Treppen erreichbar ist. Obwohl der Eintritt mit etwa 10 Euro pro Person nicht gerade günstig ist, wird man doch mit einer sensationellen Küstenlandschaft entschädigt, sofern man das Holzschild des Cape of Good Hope hinter sich lässt und den Cape Point erwandert.


Mit einem hoffentlich wohlwollenden Schicksal kehren wir nach Camps Bay zurück. Am Abend essen wir dort im Codfather Seafood and Sushi noch einmal hervorragenden frischen Fisch. Eine Pflicht für alle Fischliebhaber. Unsere Zeit in Kapstadt neigt sich dem Ende zu. Obwohl wir noch viele Sehenswürdigkeiten der Region nicht gesehen haben, sind wir zufrieden mit unserer Auswahl und können uns zum Ende unserer Reise noch einem anderen Kapitel Südafrikas widmen, dem Wein. Die weltberühmten Weinanbaugebiete, welche einst die französischen Hugenotten in das Land einbrachten, sind ein perfekter Abschluss und eine gute Erholung nach all den Abenteuern auf unserer Route. Die wichtigsten Weinanbaugebiete vor den Toren Kapstadt befinden sich im zentralen Weinland (Stellenbosch, Franschhoek und Paarl). Nach etwa 45 Minuten Fahrt erreichen wir Paarl im grünen Hinterland Kapstadts. Die idyllische Region mit endlosen Weinbergen ist ein wahres Eldorado für Weinliebhaber und Feinschmecker. "Genuss" wird hier groß geschrieben. Im Cana Vineyard Guesthouse genießen wir die Ruhe, Entspannung und nicht zuletzt den süffigen Hauswein. Leider vergehen die letzten Tage des Nichtstun, wie sooft, viel zu schnell und unsere unvergessliche Rundreise endet am internationalen Flughafen in Kapstadt, von wo es 10.000 Kilometer zurück nach Deutschland geht.


Das wilde Südafrika hat uns in seinen Bann gezogen. Die artenreiche Tierwelt, die spektakuläre Natur, die spannende Geschichte und die unvergleichbare Vielfalt machen das südlichste Land Afrikas zu einem der schönsten Reiseziele der Welt.

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