"7 Things to do" im Berchtesgadener Land

"Wen Gott liebt, den lässt er fallen in dieses Land", die Rede ist dabei vom Berchtesgadener Land. Mit diesem Zitat verdeutlicht der berühmte deutsche Schriftsteller Ludwig Ganghofer die einzigartige Schönheit dieser alpinen Region im äußersten Südosten Bayerns. Und tatsächlich hat es Gott mit dem Landstrich an der Grenze zum Salzburger Land äußerst wohlwollend gemeint. Während der märchenhafte Königssee still und idyllisch im Tale ruht, erheben sich zu dessen Ufern steile Felswände und mächtige Gipfel ragen empor, darunter der legendäre Watzmann und Hochkalter, die zu den höchsten Berge der Deutschen Alpen zählen. Wilde, rauschende Klammen und Wasserfälle münden in kristallklare Seen und versteckte Täler und Hochalmen bieten noch ganz ursprünglichen Charme abseits jeglicher Touristenpfade. Und wer urbanes Flair umgeben von grandioser Alpen sucht, der lässt den Tag in Berchtesgaden selbst ausklingen. Wir stellen euch die "7 Things to do" im Berchtesgadener Landes vor und blicken zurück auf ein wahres Sommermärchen.
Um die vielfältige Region und die Highlights des Berchtesgadener Landes unkompliziert entdecken zu können, ist ein zentraler Standort, eine "Basis", entscheidend. Denn viele Täler führen kilometerlange Landstraßen hinein, so dass man von dortigen Unterkünften erstmal wieder hinaus fahren muss. Daher ist die Lage eurer Unterkunft oftmals das A und O, gerade wenn ihr nicht viel Zeit verlieren und euch unnötige Fahrerei ersparen möchtet. Das Explorer Hotel Berchtesgaden bietet genau diesen zentralen Standort für euren kurzen Weg in die Natur und liegt zentral zu allen Highlights. Als idealer Ausgangspunkt für einen Aktivurlaub mit der perfekten Sportler- Infrastruktur liegt das Explorer Hotel Berchtesgaden wenige Gehminuten vom Königssee entfernt in Schönau am Königssee. Moderne Zimmer mit exklusiven Design, ein reichhaltiges Vital-Frühstück und ein Sport- Spa geben dir genug Kraft für abenteuerliche Erlebnisse in den Berchtesgadener Alpen.
Die atemberaubende Aussicht zum Sonnenuntergang am Königssee genießen:
Nur knapp 20 Gehminuten vom Explorer Hotel Berchtesgaden befindet sich der weltberühmte Königssee. Der Gebirgssee liegt auf 600 Metern und schlängelt sich fjordartig entlang der steilen Berghänge des Watzmann Massives und des Hagengebirges und offenbart dabei eine einzigartige Naturkulisse. Besonders zauberhaft zeigt sich der Königssee zum Sonnenuntergang an den Aussichtspunkten auf der Rabenwand und darunter liegenden Malerwinkel. Um dorthin zu gelangen, startet vom Großparkplatz des Königssees und folgt für etwa 2 Kilometer einen Waldweg, der euch etwa 200 Höhenmeter hinauf zur Rabenwand hinauf führt. Genießt dort den unvergesslichen Sonnenuntergang und blickt weit hinein in den Fjörd des Sees. Zur blauen Stunde steigt dann hinab zum Malerwinkel, der sich unterhalb unmittelbar über dem Seeufer befindet.
Eine Königssee Schifffahrt: was natürlich auf keiner Berchtesgaden Liste fehlen darf, auch wenn es längst kein Geheimtipp mehr ist oder überhaupt je war, ist eine Schifffahrt auf dem Königssee. Die traditionellen Elektroschiffe fahren grundsätzlich ganzjährig und bieten ein einmaliges Erlebnis den Königssee vom Wasser aus zu entdecken und dem weltberühmten "Echo vom Königssee" zu lauschen. Hier spielt ein Trompeter zwischen den steilen Felswänden und ein lautes Echo ertönt. Ein Ticket für die Hin und Rückfahrt kostet zwischen 25 und 30 EUR, je nachdem ob ihr in Sankt Bartholomä unterhalb der legendären Watzmann Ostwand oder Salet am Obersee aussteigt. Da in der Hauptsaison sehr, sehr viele Touristen das gleiche Ziel verfolgen, gilt es wie so oft, "der frühe Vogel".
Denn wenn ihr mit dem ersten Schiff am Morgen über den Königssee gleitet, ist die Ruhe und Kulisse einfach einzigartig schön. Die Sankt Bartholomä Kirche spiegelt sich unterhalb der Watzmann Wände, während die ersten Sonnenstrahlen das Wasser erhellen und die tiefblaue Farben zum Vorschein bringen. Übrigens dürfen auf dem Königssee ausschließlich touristische Elektroboote, sowie Fischerboote fahren, während motorisierter Wasserverkehr strikt verboten ist - die Folge: Der komplette Königssee hat Trinkwasserqualität.
Wandern am Obersee und der höchste Wasserfall Deutschlands: Hier habt ihr die Qual der Wahl, denn das Netz an Wanderwegen in der Region des Königssees ist schier endlos: von leichten Almwanderungen für Familien bis hin zu ambitionierten, hochalpinen Bergtouren im Steinernen Meer oder zu den höchsten Gipfel der Berchtesgadener Alpen. Wer es etwas einsamer und ursprünglicher mag, dem können wir das Hagengebirge oberhalb des Obersees empfehlen. Der Gebirgsstock der Berchtesgadener Alpen gilt noch als echter Geheimtipp unter Wanderern und Bergsteigern. Für sehr ambitionierte Bergsteiger ist der höchste Gipfel des Hagengebirges ein lobenswertes Ziel. Das Große Teufelshorn liegt auf 2.361 Metern und bietet einen sehr langen aber abwechslungsreichen und wunderschönen Aufstieg entlang des märchenhaften Obersees, vorbei am Röthbachfall, mit 470 Metern Fallhöhe, der höchste Wasserfall Deutschlands, und schließlich über die urige Wasseralm und Hochtäler steil hinauf zum Gipfel. Am Ende sind fast 2.000 Höhenmeter und über 25 Kilometer zu absolvieren. Im Sommer ist das für konditionsstarke Wanderer durchaus machbar. Allerdings sollte das letzte Schiff von Salet, dem Ausgangspunkt, zurück zum Königssee um 17.40 Uhr erreicht werden. Alternativ lohnt sich auch eine kleine Familienwanderung am Obersee zur idyllischen Fischunkelalm am Seeufer und ein Abstecher zum dahinter liegenden Röthbachfall. Alpine Abgeschiedenheit findet ihr dann aber meist erst auf dem Weg zur Wasseralm, die ihr über den aussichtsreichem Röthsteig oder Landtalsteig nach knapp 900 Höhenmeter erreicht.
In Berchtesgaden urbanes Flair mit Watzmann Blick genießen: Wer die Bergschuhe kurz mal ausziehen will und dennoch nicht auf Bergblick verzichten möchte, der verbringt schöne Stunden in der historischen Altstadt von Berchtesgaden und genießt in der autofreien Fußgängerzone seinen Cappuccino in einem Café mit Watzmann Blick oder kehrt in ein traditionell, bayerisches Wirtshaus ein. Daneben wartet das königliche Schloss Berchtesgaden, sowie die Sankt Peter und Johannes Stiftskirche auf eine kulturelle Besichtigung. Und wenn ihr dann doch noch ein paar Höhenmeter gehen wollt und ein sensationelles Panorama von Berchtesgaden und dem Watzmann Massiv erhalten wollt, spaziert gerade einmal 100 Höhenmeter aus dem Ortszentrum hinauf zum Lockstein, dem Aussichtspunkt schlechthin. Von hier aus bietet sich ein wahres Postkartenmotiv über die Stadt und dahinter aufragenden Watzmann, mit 2.713 Metern dem höchsten Berg Deutschlands, der komplett auf deutschem Boden liegt.
Wildes Wasser und wuchernde Natur in der Wimbachklamm: Taucht ein in ein wildromantisches Tal am Fuße des Watzmanns. Reißende Fluten, pittoreske Felsformationen, tiefe Schluchten und tiefgrüne Moosteppiche bringen angenehme Abkühlung auch an dem heißesten Sommertagen. Obwohl die Wimbachklamm gerade einmal 200 Meter lang ist, begeistert sie mit einem eindrucksvollen Naturdenkmal auf Brücken und Stegen. Im dahinter liegenden Wimbachgries fließt das Wasser unter trockenem Schotter unterirdisch und tritt dann in der Wimbachklamm durch wortwörtlich jede Ritze wieder aus, was es zu einem unvergleichlichen Naturschauspiel macht. Der Eintritt kostet 4 EUR und ist jeden Euro wert.
Das Bergsteigerdorf Ramsau und der zauberhafte Hintersee: Im Herzen des Nationalparks Berchtesgaden liegt, eingebettet sich den Felswänden des Hochkalters und des Watzmanns, das idyllische Dorf Ramsau, das mit seiner Pfarrkirche Sankt Sebastian am eisblauen Gebirgsfluss der Ramsauer Ache eines der bekanntesten Fotomotive der Region bietet. Während früher unzählige Landschaftsmaler die traumhafte Kulisse festhielten, sind es heute etliche Handykameras, die dort klicken. Nicht weit von Ramsau entfernt, befindet sich ein weiteres Highlight des Berchtesgadener Landes, der malerische Hintersee. Der glasklare Bergsee liegt schimmert je nach Lichteinfall in verschiedensten Blau- und Grüntönen und ist ein Eldorado für Naturliebhaber. Sowohl der sogenannte Zauberwald an den Ufern des Hintersees mit seinen bizarren Bäumen, als auch der See selbst mit seinen riesigen ins Wasser gestürzten Felsformationen, die von Bäumrn und Moos bewachsen sind, bieten ein sagenhaftes Landschaftsbild vor einer imposanten Bergkulisse. Bei Spaziergängen durch den geheimnisvollen Zauberwald oder auf Themenwanderwegen berühmter Landschaftsmaler kann man hier eine wundervolle Atmosphäre und Alpenromantik pur hautnah miterleben. Und bei heißen Temperaturen lädt der Hintersee mit großzügigen Badeflächen und Tretbootverleih auch zum Baden umgeben von diesem gewaltigen Panorama ein.
Eine Bergtour auf den heimlichen König der Berchtesgadener Alpen, den Hochkalter: Ja, der Watzmann gilt als das Wahrzeichen der Berchtesgadener Alpen. Seine Legende und seine Historie als Schicksalsberg sind weltweit bekannt. Die lange Zeit scheinbar unbezwingbare Ostwand und damit eine Vielzahl an Tragödien gingen in die Alpingeschichte ein. Heute wählen die meisten Bergsteiger die Variante der Überschreitung über das Watzmannhaus und das Hocheck auf die 2.713 Meter hohe Mittelspitze des Watzmanns aus. Dementsprechend gut besucht ist der meist drahtseilversicherte Grat vom Hocheck aus. Alleine ist man in der Hauptsaison eigentlich nie. Ganz anders sieht es da bei einem Berg aus, der mit seiner Form und Höhe die Berchtesgadener Alpen ebenso dominiert und markant über den Tälern thront, dabei aber im stillen Schatten seines berühmten Nachbarn liegt. Der 2.607 Meter hohe Hochkalter gilt daher noch als ruhigere und vielleicht sogar schönere Alternative zum Watzmann. Die Überschreitung des Hochkalters führt auf meist einsamen Wegen über die Blaueishütte und über einen steilen Steig hinauf auf den Grat, auf dem ungesicherte Kletterpassagen am Fels im II. bis III. Schwierigkeitsgrad zu meistern sind. Da der Grat keine drahtseilversicherten Stellen aufweist, gilt die Bergtour auch als anspruchsvollere Überschreitung, als die des Watzmanns. Aber vor allem die alpine Einsamkeit und Stille, die hier oben herrscht, zeichnet die Tour zum Hochkalter aus. Auf dem Weg erhält man zudem noch einen Ausblick auf den fast vollständig abgeschmolzenen Blaueisgletscher, ehe es den langen Abstieg über das Ofental hinab geht. Mit über 1.800 Höhenmetern und knapp 20 Kilometern Länge ist die Hochkalter Überschreitung nicht zuletzt aufgrund der technischen Schwierigkeiten nur für erfahrene und konditionsstarke Bergsteiger geeignet. Wer also noch ein ursprüngliches Bergerlebnis sucht, sollte den heimlichen König der Berchtesgadener Alpen besteigen.
Das waren unsere "7 Things to do" im Berchtesgadener Land, ein Outdoor Guide für einen Besuch in einer der schönsten Regionen unserer Alpen. Und so schließen wir dieses Kapitel mit einem weiteren Zitat von Johann Wolfgang von Goethe: "Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen."




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