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  • AutorenbildThomas Gräbel

Seychellen - Inselglück im Indischen Ozean

Aktualisiert: 22. Apr. 2021



Weiße, feinsandige Strände, türkisblaues Meer, tropischer Dschungel, farbenfrohe Unterwasserwelten und freilebende Riesenschildkröten. Das alles und viel mehr finden wir im Indischen Ozean. Wir stellen euch eines der letzten Naturparadiese auf Erden vor, die Inselgruppe der Republik Seychellen.


Allgemeines:


Gelegen mitten im indischen Ozean, oberhalb der Inselstaaten Madagaskar und Mauritius, befinden sich die Seychellen, knapp 1.800 km westlich vom afrikanischen Festland Kenia

entfernt. Die Seychellen bestehen aus insgesamt 115 verschiedenen Inseln (Korallen- und Granitinseln). Die Einwohnerzahl des Inselstaats liegt bei etwa 93.000. Die Zeitverschiebung zu Deutschland beträgt im Winterhalbjahr drei und im Sommerhalbjahr zwei Stunden. Über 80% der Inselbevölkerung sind katholisch. Erstbesiedelt wurden die Seychellen im 18. Jahrhundert von den Franzosen um wenig später im Rahmen von Friedensverhandlungen Großbritannien zugesprochen zu werden. Als vormals eigenständige, britische Kolonie wurden die Seychellen schließlich im Jahr 1976 ein offiziell unabhängiger eigener Staat. Die französischen und britischen Einflüsse sind jedoch bis heute allgegenwärtig. Fast überall auf den Seychellen kann übrigens auch mit Euros gezahlt werden, obwohl die eigentliche Währung die Seychellen-Rupie ist. Die Einheimischen werden als „Seychellois“ bezeichnet und sprechen neben kreol, französisch meist auch gut englisch. Obwohl die Seychellen geographisch gesehen zu Afrika gehören, ist die Armut und die Kriminalität nicht mit der des afrikanischen Festlands zu vergleichen. Die Seychellen sind ein absolut sicheres Reiseziel sowohl für Paare, Familien als auch Individualreisende. Afrikatypische Krankheiten, wie Malaria etc. sind aufgrund der isolierten Insellage praktisch nicht existent. Dies und eine extrem geringe Kriminalitätsrate, ein kostenloses Bildungssystem, florierender Tourismus, Religionsfreiheit und natürlich paradiesische Natur ermöglichen den Seychellois eine hohe Lebensqualität und Zufriedenheit, die allerorts sichtbar und spürbar ist. Hier wird Herzlichkeit, Lebensfreude noch wirklich gelebt. Lasst euch einfach selbst davon überzeugen!


Klima:


Die Seychellen eignen sich ganzjährig für einen Badeurlaub, da die Temperaturen lediglich zwischen 24 und 30 Grad schwanken, bei einer Luftfeuchtigkeit von über 80%. Die Hauptreisezeit ist von Mai bis Oktober, da hier der geringste Niederschlag fällt. Aus eigener

Erfahrung heraus, können wir jedoch berichten, dass auch die Nebensaison, z.B. Januar, seine Reize hat. Hier kommt es zwar häufiger zu Monsunregenschauern als z.B. im Juni, aber bei Temperaturen um die 30 Grad ist das auch oft eine willkommene Erfrischung, glaubt mir. Oft schauert es dann 1-2 Stunden, ehe es wieder sonnig und schön wird. In der Nebensaison

profitiert ihr dann außerdem häufiger von menschenleeren Stränden. Da nimmt man den ein oder anderen Tropenschauer doch gerne mit. Die Wasserstemperatur beträgt übrigens ganzjährig angenehme 26 Grad, manchmal fühlen wir uns so als würde wir in einer Badewanne liegen. Einfach herrlich. Da die Seychellen nahe dem Äquator liegen, wird es bereits gegen 18 Uhr dunkel.


Flora und Fauna:


Die Seychellen sind eine einzige Naturschönheit, egal ob zu Wasser oder zu Land. Wilder Regenwalddschungel mit einer einzigartigen Pflanzenwelt, trifft auf unberührte weiße Sandstrände, die zweifelsohne zu den schönsten der Welt gehören (hierzu mehr im nachfolgendem Reisebricht). Obwohl die Seychellen flächenmäßig ziemlich klein sind,

haben sie doch soviel zu bieten. Jede einzelne Insel hat ihre eigenen Besonderheiten. Während auf einigen Inseln freilebende Riesenschildkröten beheimatet sind (Hierzu lest im Reisebericht mehr), leben auf Bird-Island tausende Vögel in sagenhafter natürlicher Umgebung, ein Paradies für Vogelliebhaber. Außerdem werdet ihr auf den Seychellen, häufiger wie ihr vielleicht wollt, der „Coco de Mer“ begegnen, dem ganzen Stolz der Seychellois. Im Grunde ist die „Coco de Mer“ eine überdimensionierte Nuss mit einer gewöhnungsbedürftigen Form eines Hinterteils. Sie ist die größte Nuss der Welt, die eben nur auf den Seychellen vorkommt. Es gibt hierzu sogar einen zum UNESCO Weltkulturerbe zählenden Park auf der Insel Praslin, wo diese Nuss in der natürlichen Umgebung bestaunt werden kann. Wir aber haben uns auf andere Dinge konzentriert und die Nuss eben Nuss sein lassen. Aufgrund des tropischen Klimas gedeihen vorort zahlreiche tropischen Früchte wie z.B. Avocados, Sternfrüchte, Passionsfrüchte, Papayas, Mangos und, und, und. Den Geschmack dieser

auf den Seychellen heimischen

Früchte könnt ihr natürlich nicht mit unseren importierten Früchten in Deutschland vergleichen, denn sie sind einfach nur zuckersüß und lecker. Jede Menge Straßenhändler bieten die

frischen Früchte zu einem geringen Preis an. Probiert es einfach.


Unterwasserwelt:


Bunte Fische in allen Farben, Meeresschildkröten, Rochen, Haie und bunte Riffe, das könnt ihr auf den Seychellen erwarten. Hierzu müsst ihr nicht einmal unbedingt tauchen. Schon im seichten Wasser bietet die Unterwasserwelt für Schnorchler eine sagenhafte Kulisse. Riesige Korallenriffe in Ufernähe lassen das Herz von Schnorchlern höher schlagen. Wir sind selbst nur mit dem Schnorchel unterwegs gewesen und haben so ziemlich alles gesehen. Gerne stellen wir euch nachfolgend auch einige Schnorchelhotspots vor. Wie fast alle Korallenriffe weltweit, sind auch die Seychellen leider vom Korallensterben bzw. Ausbleichen betroffen. Schuld daran ist wie sooft auch hier der Mensch. Die Regierung der Seychellen versucht jedoch die Korallenriffe mittels Pilotprojekte wieder intakt zu setzen. Bleibt zu wünschen, dass es klappt.


Reisebericht (Inseln Mahe, Praslin, La Digue, Cerf Island):

Nun wollen wir euch von unseren persönlichen Erfahrungen auf unserer Seychellen-Reisen berichten und euch praktische Tipps, Empfehlungen und Anregungen geben. Vielleicht werdet ihr euch dann auch bald in die Seychellen verlieben, denn es lohnt sich.


Meine Frau und ich sitzen zu Hause auf der Couch, der Blick geht aus dem Fenster. Mal wieder einer dieser tristen, dunklen Wintertage. Wir sehnen uns nach Meer, Palmen, Strand und warmer tropischer Luft. Prompt schauen wir im Internet nach tollen Reisezielen. Am besten weit weg, raus aus dem Alltag, raus aus dem hektischen Leben in der Großstadt, rein in glasklares, türkisblaues Wasser an einem schneeweißen Sandstrand von Palmen und Mangrovenwäldern umgeben. Da fallen uns glatt die Seychellen ins Auge. Seychellen? Schon der Name klingt nach Paradies. Aber ist das nicht nur für Honeymoon-Pärchen? Und richtig teuer ist es doch auch oder? Und außer Strand gibt es dort ja auch nicht viel zu erleben oder? Drei Wochen nur faul am Strand sitzen wollen wir schließlich auch nicht.


Im Nachhinein können wir alle anfangs gestellten Fragen getrost guten Gewissens verneinen! Nein, die Seychellen sind nicht teuer, zumindest nicht teurer wie viele andere Fernreiseländer. Mit den richtigen Kniffen und mit ein bisschen Flexibilität kann man sogar ein richtiges Reiseschnäppchen machen. Die meisten verbinden die Seychellen mit Luxushotels, in denen man gerne mal eine Nacht zum Preis eines Kleinwagens verbringt. Klar gibt es, wie fast überall, auch hier sowas. Jedoch gibt es auch jede Menge süße, schicke Guesthouses oder Mittelklassehotels zu günstigen Preisen. Wir haben für ein 17 tägiges Inselhüpfen mit insgesamt 4 Inseln und Frühstück bzw. Halbpension in guten bis sehr guten Hotels/Guesthouses inklusive Flug und Transfers (Land und Wasser) gerade einmal 1.700,00 EUR pro Person bezahlt. Ein weiteres Mal haben wir für 11 Tage mit einer Insel nur 900,00 EUR pro Person bezahlt. Teuer ist definitiv was anderes. Für die Urlaubsdurchführung mit Inselhopping, empfiehlt sich die der Anbieter Seyvillas.com. Hier wird ein leicht bedienbarer umfangreicher Inselkonfigurator angeboten. Auf dieser Seite könnt ihr individuell die verschiedensten Varianten durchspielen und die verschiedenen Inseln kombinieren. Separat dazu würde ich den Flug über die Seite „Skyscanner“ buchen und hier den besten/günstigsten Reisezeitraum auswählen. Die Seychellen solltet ihr nicht mit den Malediven gleichsetzen. Zwar gibt es an beiden Orten traumhafte, paradiesische Strände, jedoch eignen sich die Seychellen zu viel mehr als nur am Strand zu relaxen. Anders wie auf den Malediven hat sich hier eine

richtige Inselkultur gebildet, die ihr vor allem in der Hauptstadt Victoria erleben könnt. Dort gibt es u.a. bunte Fisch- und Obstmärkte, einen Botanischen Garten oder auch Shoppingmöglichkeiten und Bars. Auch für Aktive hat das Eiland jede Menge zu bieten. So gibt es neben diversen Wassersportmöglichkeiten in marinen Naturschutzgebieten, auch einmalige Wandermöglichkeiten über Hügel und Berge, durch Dschungelpfade zu einsamen verlassenen Buchten. Oft genießt ihr hier auch einen tollen Panoramablick (Tourentipp folgt). Der Schwierigkeitsgrad und Länge ist hierbei individuell wählbar. Nun folgen zwei Reiseberichte. Eine Reise auf der Hauptinsel Mahe und ein Inselhopping mit vier Inseln.


One-Island-Tour auf der Hauptinsel Mahe:


Endlich ist es soweit, es geht im kalten Januar zum ersten Mal auf die Seychellen. 11 Tage wollen wir ins Paradies abtauchen. Gerade einmal 900,00 EUR pro Person haben wir für Flug, Transfer und Unterkunft hingeblättert. Hierzu fahren wir erstmal von München mit dem ICE zum Abflughafen nach Frankfurt am Main. Gerade einmal 3 Stunden und wir sind da. Von hier soll unser Flug nach Mahe gehen, der größten und Hauptinsel der Seychellen. Die Fluggesellschaft heißt Ethiopian Airlines. Ein wenig mulmig ist uns schon zumute, denn wir sind schon mit namhafteren Anbietern geflogen. Als wir die Maschine sehen, schwindet

unser Unbehagen merklich, denn ein großer Dreamliner steht vor uns. Ein Nachtflug. Wir fliegen sechs Stunden nach Addis Ababa, der Hauptstadt Äthiopiens, Zwischenstopp, und weitere gute vier Stunden nach Mahe. Der Flug verläuft sehr angenehm. Super Essens- und Getränkeservice, Beinfreiheit und ein Multimediascreen nehmen uns letztendlich jeden Zweifel an der bis dato unbekannten Airline. Dennoch sind wir geschafft, als wir nach einer

reinen Flugzeit von knappen elf Stunden auf dem winzigen Flughafen in Mahe landen. Condor bietet übrigens auch Direktflüge auf die Seychellen an. Diese sind zwar etwas teurer, aber eben ohne Zwischenstopp und Wartezeit. Wir nehmen für den günstigen Preis jedoch den drei bis vierstündigen Wartestopp in der Früh auf dem chaotischen Flughafen Addis Ababa in Kauf. Übrigens ist dieser neben Dubai einer der größten Drehkreuze in dieser Region.


Angekommen im Tropenparadies ist es bereits nachmittags, ein Fahrer erwartet uns schon. Er fährt uns in einem schicken Mercedes-Kombi zu unserem gebuchten Guesthouse in Beau Vallon, den Beau Vallon Villas & Studios. Hier werden wir vom Eigentümer freundlich empfangen und beziehen unser einfaches aber schönes Appartment im ersten Stock. Balkon mit wunderschönen Blick Richtung Meer und auf eine Bananenplantage, vollausgestattete Küche, Schlafzimmer mit schönen Queensize-Bett, sauberes Bad, alles Nötige vorhanden. Kein Luxus, dafür authentisch. Die Region Beau Vallon liegt etwa 10-15 Fahrminuten und ca. 4 km von der Inselhauptstadt Mahe entfernt im nördlichen Teil der Insel. Dort befindet sich auch das Touristenzentrum von Mahe, d.h. viele Hotels belagern den Strand von Beau-Vallon. Außerdem gibt es dort alles was das verwöhnte Touri-Herz braucht. Gut ausgestattete Supermärkte, Geldwechselstuben, Mietwagenfirmen, Restaurants.

Diese Region ist spürbar nur auf den Tourismus spezialisiert. Unser Appartment befindet sich ca. 5-10 Gehminuten vom Beau Vallon Strand entfernt. Der Beau Vallon Strand ist ein wirklich schöner Strand, perfekt zum baden, auch für Familien mit kleinen Kindern. Allerdings ist er gut frequentiert und eben recht zugebaut. Der Sand ist eher gelblich, also kein weißer Sandstrand wie vielerorts auf den Seychellen. Nachdem wir ausgepackt haben und uns mit den nötigsten Lebensmitteln aus dem naheliegenden Supermarkt ausgestattet haben, erkunden wir nun die Insel. Die zwar mit Abstand größte Insel der Seychellen ist, aber dennoch mit 155 Quadratkilometern halb so groß wie die Stadtfläche von z. B. München. Zum Fortbewegen nutzen wir den örtlichen öffentlichen Bus, der tagsüber bis ca. 20 Uhr etwa alle 10-20 Minuten fährt. Das Busnetz ist sehr gut ausgebaut, so dass die ganze Insel mit dem Bus erkundet werden kann. Die Buspreise sind unschlagbar günstig so kostet ein Busticket für eine Fahrt in eine Richtung, unabhängig von der Fahrtdauer, 5 Seychellen-Rupie, also etwa 35 Cent. Unabhängig davon, dass die Inselerkundung mit dem öffentlichen Bus die Reisekasse schont und ihr schnell von A nach B kommt, ist Busfahren auf den Seychellen auch ein unvergessliches Erlebnis, denn der Busfahrer heizt mit dem klapprigen Bus, gefühlter TÜV 1990, gerne mal über die kurvigen Inselstraßen. Man fühlt sich aber dennoch sicher, probiert es einfach mal aus. So sitzen wir nun im Bus zwischen den Einheimischen und bestaunen die atemberaubende Natur. Die Luft ist schwül heiß, Regenwolken ziehen auf.


Unser erster Stopp ist Port Claud im Westen der Insel. Ein schöner Strand erstreckt sich von dort aus, vorgelagert die kleine Insel Therese. Ein schöner Spot zum Schnorcheln. Wir fahren jedoch weiter zum Port Launay Marine National Park und Baie Ternay Marine National Park, kurz hinter Port Claud. Als wir aussteigen, erblicken wir einen weißen Traumstand mit wenigen Leuten, perfekt zum Baden und vor allem zum Schnorcheln. Die Strände der Nationalparks betten sich wunderbar in die ursprüngliche Landschaft ein, keine störenden Hotelanlagen, ein Idyll. Vereinzelt sitzen Seychellois zusammen beim Barbecue und versprühen ihre pure Lebensfreude. Die Regenwolken sind inzwischen abgezogen, die Sonne brennt wieder vom Himmel. Apropos,

bitte cremt euch gut ein, denn ihr befindet euch in Äquatornähe und hier hat die Sonne eine ganz andere Stärke wie bei uns in Mitteleuropa, man unterschätzt es leicht, wir leider auch. So sitzen wir am Abend im Appartment, leuchten wie Glühwürmchen und cremen uns mit Apres Sun ein. Zu essen holen wir uns Chicken und Grilled Fish von einem Take-Away um die Ecke. Übrigens eine kostengünstige und auch schmackhafte Alternative zu den meist teuren Restaurants. Hier gibt es für 4-5 EUR reichlich guten frischen Fisch, Rindfleisch oder Chicken, traditionell zubereitet. Echt lecker. Auch für unseren europäischen Magen geeignet, also keine Angst, probiert es ruhig aus.


Am nächsten Tag haben wir aufgrund unserer Verbrennungen erstmal genug Sonne gebadet und fahren mit dem Bus nach Victoria. Die Inselhauptstadt, ist gleichzeitig auch die kleinste Hauptstadt (26.000 Einwohner) der Welt und liegt im Nordosten der Insel. Erwartet hier nicht zuviel. Die so ziemlich einzige richtige Stadt der Seychellen ist wirklich klein und keine futuristische Postkartenstadt, aber sie hat dennoch ihren eigenen Charme und Reiz. Hier gibt es eigentlich alles was man braucht. Das Leben hier läuft gemächlich vor sich hin und das Wort „Stress“ scheint hier nicht im Wortschatz vorhanden zu sein. Es gibt einen schönen kleinen hinduistischen Tempel, diverse kleinere und größere Supermärkte, Restaurants, Fast-Food, Bars und viele Shops mit Souvenirs. Wir sind bereits in der Früh um 8 Uhr in Victoria, denn wir besuchen den Sir Selwyn-Clarke Market. Ein toller bunter Markt für fangfrischen Fisch, bestem Obst und Gemüse sowie einheimischen Köstlichkeiten. Einfach nur sehens- und erlebenswert. Je früher ihr da seid, umso mehr Auswahl findet ihr vor. Um die Mittagszeit ist das Beste meist schon lange vergriffen. Lasst euch durch die Gänge treiben und probiert die zuckersüßen Früchte für kleines Geld. Wir beschließen frischen Fisch für das Abendessen mitzunehmen. Auch Papayas, Passionfrüchte und eine Brotfrucht kommt in die Einkaufstasche. In Victoria findet ihr auch einen Hafen, u.a. mit Ausflugsbooten. Dort werden verschiedene Touren angeboten. Wir schlagen gleich zu und buchen bei einem einheimischen Anbieter vor Ort. Absolut empfehlenswert. Die großen Reiseanbieter- bzw. Agenturen bieten ähnliche Touren an. Diese sind jedoch meistens teurer, überlaufener und nicht so authentisch und individuell wie bei einem echten Seychellois. Ein letztes erwähnenswertes Highlight von

Victoria ist der Clock-Tower. Eine kleine Nachbildung des Originals von London, mitten auf einer stark befahrenen Straße im Zentrum. Ein Unabhängigkeitsgeschenk der spendablen Briten. Zurück in Beau Vallon bereiten wir erstmal unseren Fisch zu und gehen früh schlafen, denn am nächsten Tag steht unser gebuchter Bootsausflug an.


Viel zu früh geht es wieder Richtung Victoria, natürlich mit dem klapprigen Bus. Am Hafen startet unsere Ganztags-Tour. Auf dem Programm steht der St. Anne Marine Nationalpark mit seinen kleinen Inseln an der Ostküste von Mahe. Diverse Schnorchelstopps verbunden mit einem Barbecue auf einer winzigen Insel. Ein schönes Schnellboot ist bereits gechartert. Wir sind gerade einmal zu sechst, ein weiteres Pärchen, plus dem Bootsführer und unserem Guide. Das Boot hat genug Platz, eigentlich für 12 Personen. Es ist schwer diesen traumhaften Ausflug mit treffenden Worten zu beschreiben. Es ist einfach unglaublich schön. Unser Local-Guide berichtet während der Bootsfahrt über die Ökologie der Seychellen und führt uns zu den schönsten Schnorchelplätzen mit einer bunten Unterwasserwelt. Die Landschaft, der Ausblick auf Mahe, die weißen Sandbänke, das glasklare Meerwasser rauben uns den Atem. Wir fahren an den Inseln Round Island, Sainte Anne Island, Cerf Island vorbei. Hinter Cerf Island befinden sich weiße Sandbänke, die aus dem Wasser ragen. Hier machen wir Halt. Wie aus der "Raffaello“ Werbung. Wir laufen mitten im Meer auf weißen Sandbänken durch seichte, warmes, türkisblaues und glasklares Wasser. Wer weckt uns auf? Zum Glück ist es kein Traum. Ein Highlight um Fotos zu machen.

Als nächstes halten wir zur Mittagszeit auf Moyenne Island. Eine kleine Insel mit einem kleinen Dschungelpfad zu freilebenden Riesenschildkröten. Dort gibt es Barbecue, d.h.fangfrischer Fisch, Hühnchen, Salate und frisches Obst. Und das alles auf einer kleinen, einsamen Insel mitten im Indischen Ozean. Am Nachmittag geht es nochmals raus zm Schnorcheln. Diesmal mit einem Glas-Bottom-Boot. Auf der Rückfahrt klärt uns der Guide noch über die Korallenwelt der Seychellen auf. Damit geht ein perfekter und unvergesslicher Tag zuende.


Am nächsten Tag beschließen wir uns einen Mietwagen zu nehmen und auf die andere Seite der Insel zu fahren. Viele Touristen nutzen hier Mietwägen, dementsprechend findet ihr auch genügend Anbieter. Die Kosten für einen Kleinwagen, der völlig ausreicht, belaufen sich auf etwa 35 EUR pro Tag. Zwar nicht mehr das neuste Modell, dafür zweckmäßig und mit Klimaanlage. Klimaanlage, Wichtig! Mahe lässt sich sehr gut mit dem Mietwagen erkunden. Das Straßennetz ist gut ausgebaut und der Verkehr hält sich sehr in Grenzen. ABER ACHTUNG, es herrscht Linksverkehr. Nochmal so ein Überbleibsel der Briten. Aber keine Angst, man gewöhnt sich schnell daran. Liegt vielleicht daran, dass die Straßen sehr übersichtlich sind. Empfehlenswert ist in jedemfall eine Automatikschaltung, da es doch viele Anstiege kombiniert mit engen Kurven zu bewältigen gibt. Da fährt es sich mit Automatik einfach entspannter. Wir düsen also los, vorbei an Victoria, die schöne Küstenstraße am Flughafen vorbei, erreichen wir die Anse Royal im Süden der Insel. Hier ist ein Zwischenstopp Pflicht. Wieder einer dieser Traumstrände. Weitläufig und seicht. Eine absolute Traumkulisse bietet dann der Fairytale-Strand. Der Name verspricht ja schon einiges. Hier können wieder nur Superlative benutzt werden. Schaut euch diesen Ort einfach an. Genießt dort das smaragdgrüne Meer, den weißen Strand und die wuchernden Palmen herum. Wir taten es, und das nicht nur einmal. Schnorchelt zur kleinen vorgelagerten Insel, nehmt ein bisschen Brot mit und ihr werdet bald von bunten Fischen umzingelt sein. Achtet aber auf die vielen Seeigel und nehmt Badeschuhe mit. Noch einige Fotos machen und weiter geht es. Wir nähern uns der Anse Interdance, einem weiteren Bilderbuchstrand und ein tolles Fotomotiv. Regelmäßig wird die Anse Interdance unter die schönsten Stränden weltweit gewählt und das nicht zu Unrecht. Ein Dschungel im Hintergund, weicher, weißer Sandstrand. Herrlich. Aber Achtung, dieses vermeintliche Idyll ist mit Vorsicht zu genießen, denn ein Badestrand ist es hier nicht unbedingt. Eine gefährliche Brandung und Unterwasserströmungen haben schon einigen Menschen, trotz Warnschildern, das Leben gekostet. Also geht mit den Füßen rein, erfrischt euch kurz, legt euch auch an den Strand, macht tolle Fotos, geht dort aber nicht schwimmen. Nachdem wir auch diesen Ort förmlich in uns aufgesaugt haben, geht unser kleiner Roadtrip weiter, leider zunächst vorbei an einem der schönsten Strände von Mahe und dem für uns persönlich besten Schorchelspot, an dem ihr u.a. mit Meeresschildkröten schnorcheln könnt,

der Anse Takamaka. Diesen Geheimtipp entdeckten wir leider ersten bei unserem

Inselhopping (hierzu im weiteren Reisebericht Inselhopping mehr). Nach weiteren kleineren Stopps an der schönen Küstenstraße, kehren wir in der Dämmerung zurück zu unserer Unterkunft und geben den Mietwagen heil zurück.


Nächster Tag, Regentag. Nach den letzten Tagen voller Sonnenschein erleben wir heute erstmals einen richtig schönen Monsunregen. Also machen wir nicht viel und sind einfach faul, schlafen aus, gehen im warmen Regen bei knapp 30 Grad runter zum Beau-Vallon Strand und lassen den Tag verfliegen.


Nachdem wir auf unserer Mietwagen-Tour den Fairytale Strand an der Anse Royale im Süden der Insel entdeckten, verschlägt es uns heute wieder dorthin. Ein weiterer Tag im Paradies. Das Wetter hat sich inzwischen wieder beruhigt, die Sonne brennt vom Himmel und Wolken bescheren hin und wieder eine kleine willkommene Abkühlung. Mitten im Meer, aber in Ufernähe befindet sich ein, typisch für die Seychellen, herausragender großer Granitfelsen. Groß und breit genug für zwei. Wir beschließen uns dort niederzulassen, umgeben von Palmen, Urwald und kristallklarem Meer. Hin und wieder steigen wir von dort herab und schnorcheln in Richtung der vorgelagerten Insel mit dem farbenfrohen Fischbestand.

Der Tag vergeht wie im Flug und am Abend holen wir uns am Beau Vallon Strand beim Take-Away für 5 EUR fangfrischen gegrillten Fisch. Lecker. So lässt es sich leben.


Heute wollen wir eine Wandertour starten. Denn gerade Mahe eignet sich neben Sonnenbaden und Wassersport eben auch hervorragend zum Wandern durch die beeindruckende Natur. Viele ausgeschilderte und gut zugängliche Touren sind über die ganze Insel verstreut. So kann man zum Beispiel höchsten Punkt der Insel wandern. Der Berg Morne Seychellois, auf immerhin 900 Metern, ist aber eher eine schweißtreibende Angelegenheit. Wir entscheiden uns daher für eine andere Route. Nahe unserer Unterkunft in Beau Vallon fahren wir mit dem Bus in Richtung Bel Ombre, bis zum Ende der Straße in Danzil. Von dort aus startet unsere Wanderung. Das Wetter ist heute eher bewölkt und es liegt Regen in der Luft. Schwül warm ist es natürlich trotzdem. Der Weg führt zunächst nach oben. Auf etwa 100 Meter verläuft der Weg weiter Richtung Westen, entlang der Küste. Es offenbart sich ein wirklich atemberaubender Blick auf das Meer und die üppige Vegetation. Anderen Menschen begegnen wir nicht. Wir empfehlen ausreichend Wasser bei Wanderungen mitzuführen. Der Körper kommt hier nämlich gut ins Schwitzen. Das einzigartige Panorama aus dunklen Granitfelsen, grünem Dschungel und blauen Meer. Ein tolles Gefühl. Durchnässt wandern wir weiter, kleine Bächlein haben sich inzwischen gebildet. Der dichte Dschungelpfad öffnet sich und wir gelangen oberhalb auf schwarze imposante Granitfelsen, die zum Meer hinabfallen. Eine tolle freie Fläche mit Blick über den Indischen Ozean. Dort rasten wir kurz und nehmen einen Schluck. Ein tolles Motiv für Fotoaufnahmen. Dann geht es weiter. Der Pfad ist nicht gefährlich zu begehen, aber eben auch keine geteerte Straße, also durchaus uneben, oder anders gesagt, eben natürlich. Gutes Schuhwerk solltet ihr dabei haben, denn gerade wenn es regnet, kann es schnell rutschig werden. Der Regen hat inzwischen aufgehört und der „Anse Nature Trail“ schlängelt sich nun nach ca. 90 min. hinunter zum Strand Anse Major. Dort erfrischen wir uns in einer einsamen

Bucht. Absolutes Robinson Crusoe Strand Feeling. Der Strand ist nämlich nur durch diese Wanderung oder eben per Boot zu erreichen. Ein absolutes Highlight dieser Endpunkt des Nature Trails. Markiert euch also die Wanderung zur Anse Major mit einem dicken Ausrufezeichen in eurer Bucketlist, es lohnt sich. Wir lassen die Atmosphäre auf uns wirken. Es fängt wieder an zu regnen, ein weiterer Tropenschauer. Als wir ein Schiff am Horizont sehen, fürchten wir aber um die einsame Bucht und brechen lieber wieder auf, zurück über riesige Granitfelsen entlang der Küste Richtung Bel Ombre. Geschafft aber ungemein glücklich kehren wir schließlich in unsere Unterkunft zurück.


Heute auf dem Programm steht die Insel La Digue, ein Tagesauflug (Hierzu berichte ich ausführlich im Reisebericht 4-Island-Tour). Nur ein Wort hierzu: Einzigartig!


An den letzten zwei Tagen, lassen wir nochmals alles auf uns wirken und relaxen bei schönstem sonnigen Wetter, ehe es leider wieder zurück nach Deutschland geht, vorher natürlich wieder mit Zwischenstopp in Addis Ababa. Mit den unvergesslichen Eindrücken vom Paradies,

entschließen wir uns schließlich bald zurückzukehren.


Inselhopping Seychellen (Praslin, La Digue, Cerf Island, Mahe):


Noch fasziniert von unserer ersten Seychellenreise auf die Insel Mahe, beschließen wir schon bald unser Tropenparadies im Indischen Ozean wiederzusehen. Wir entdecken,

wie bereits erwähnt, den Inselhopping-Konfigurator auf dem Internet-Portal Seyvillas. Wir klicken uns durch die schönsten Hotels, Resorts und Guesthouses und wählen dann doch eher die preiswerteren aber durchaus ansprechenden Guesthouses/Hotels aus. Den Reisezeitraum haben wir bereits durch einen günstigen Flug über das Portal Skyscanner auf 16 Übernachtungen eingegrenzt. Am Ende entscheiden wir uns für 4 Inseln,

5 Tage Praslin, 4 Tage La Digue, 2 Tage Cerf Island und zum Abschluß 5 Tage Mahe. Die Vorfreude steigt, es sind nur noch wenige Monate, Ende September bis Mitte Oktober ist diesmal unsere Reisezeit. In dieser Zeit fällt für gewöhnlich weniger Regen, daher ist die Apres-Sun sofort im Koffer verstaut. Los geht’s. Aus Kostengründen haben wir die gleiche Flugroute wie bei unserem vergangenen Januar-Trip gebucht. Es geht also wieder von Frankfurt über Addis Ababa nach Mahe, natürlich mit dem Dreamliner von Ethiopian-Airlines.


Insel Praslin:


Einen kleinen Luxus haben wir uns zum Anfang des Urlaubs doch gegönnt.

Per kleinem Segelflugzeug geht es von Mahe über den Indischen Ozean mit wunderschönem weitem Inselblick in die Dämmerung hinein nach Praslin. Obwohl die Flugzeit nur knappe zehn Minuten beträgt und der Flugpreis mit ca. 120,00 EUR relativ hoch ist, können wir euch diese Transferalternative nur empfehlen. Ihr werdet mit einem abenteuerlichem Flug mit max. zehn Personen (bei uns waren es acht) und einem atemberaubenden Blick entschädigt. Alternativ steht euch auch der Bootstransfer mit einem modernen und schnellen Luftkissenkatamaran zur Verfügung, preisgünstiger, allerdings natürlich weniger romantisch, aber zügig. Die Transferzeit mit dem „Cat Coco“ beträgt ca . 60 Minuten und kostet ca. 50-60 EUR. Als wir aus der kleinen Propellermaschine steigen ist es bereits 18 Uhr, die Sonne geht unter. Wir werden vom ortsansässigen Reiseveranstalter „Creole“, welcher mit Seyvillas zusammenarbeitet und vorort Ansprechpartner ist, zum ersten Hotel transferiert. Dieses liegt im nordöstlichen Teil der Insel, direkt an der Anse Volbert, einem traumhaft schönen weitläufigen Sandstrand. Sicherlich nichts für Sportschwimmer, da das Wasser flach abfällt und man gefühlt hunderte Meter weit reingehen kann und noch immer mit den Füßen am Boden steht. Apropos am Boden stehen, Badeschuhe sind trotz des meist noch so feinen Sandes absolut empfehlenswert, da sich hier und da mal einige Seeigeln tummeln und es schönere Dinge gibt, wie mit nacktem Fuß darauf zu treten. Unser erster „Hausstrand“ ist aufgrund des flachen Einstiegs auch ideal für kleinere Kinder. Das Wasser ist kristallklar und die Temperatur erinnert zur Mittagszeit mehr an eine Badewanne, als an ein Meer. Wir verbringen unsere fünf Tage auf Praslin übrigens im Berjaya Praslin Resort, einem einfachen 3 Sterne Hotel. Der Preis ist dafür unschlagbar günstig, Frühstück inklusive. Das Hotel selbst ist

wirklich schön angelegt (Kleine Bungalowanlage, verschiedene Größen und Kategorien, tolle, gepflegte Garten- und Poolanlage, sehr ruhig und überschaubar) und wie erwähnt ca. 100 Meter vom Traumstand entfernt. Wer hier allerdings puren Luxus erwartet, ist hier falsch und kann dies bei diesem Spottpreis auch nicht verlangen. Die Zimmer wirken recht abgewohnt, aber alles funktioniert irgendwie, landestypisch halt. Das Frühstück ist in Buffetform und vollkommen ausreichend mit zum Teil frischer Papaya, frischen Eierspeisen, wie Omletts oder Pfannkuchen. Die teils verheerende Kritiken bei Bewertungsportalen wie Tripadvisor sind angesichts des Preis-Leistungsverhältnisses vollkommen unangebracht und unverständlich. Aber es gibt eben immer irgendwelche Nörgler, auch im Paradies.


Die Insel Praslin selbst ist zwar sowohl einwohner- als auch flächenmäßig (7.000 Einwohner auf 37,58 Quadratkilometer) die zweitgrößte Insel der Seychellen, jedoch sehr übersichtlich und mit dem Mietwagen bzw. dem öffentlichen Bus gut und schnell zu erkunden. Vom ersten Eindruck kommt uns die Insel vor wie der kleine Bruder von Mahe. Alles ähnlich, eben nur ohne richtige Stadt bzw. größeren Ort. Wie Mahe überziehen die Insel Praslin auch Traumstrände unterschiedlicher Ausprägung. Wir selbst wollen erst einmal „ankommen“ und den Urlaubsmodus aktivieren. So haben wir ja den wunderschönen Anse Volbert

direkt vor der Haustüre. Nach zwei Tagen Akklimatisierung, beschließen wir mit dem öffentlichen Bus, der genauso wie auf Mahe die ganze Insel kostengünstig umrundet, die Nordküste abzuklappern und an der Endstation einen der weltweit schönsten und berühmtesten Strände zu besichtigen, den Anse Lazio. Der Bus hält etwa einen 15 minütigen Fußmarsch vom Strand entfernt. Bei 30 Grad quälen wir uns hierbei einen Anstieg hoch, bevor es bergab geht und sich die bezaubernde Bucht des Anse Lazio öffnet. Ein Strand wie aus dem Bilderbuch, weißer Sand, türkisblaues Wasser, die typischen Granitfelsen, unzählige Palmen und Dschungelatmosphäre herum. Dieser Strand ist zweifelsohne der

schönste der Insel Praslin. Dies bestätigen auch viele Auszeichnungen, die der Strand bereits erhielt. So idyllisch dieser Ort auch wirkt, so kam es im Jahr 2011 doch zu zwei tödlichen Haiangriffen unmittelbar in Ufernähe binnen zwei Wochen. Natürlich gingen die schrecklichen Unglücke weltweit durch die Presse und die allseits bekannte Dämonisierung der menschenfressenden Haie wurde ausgeschlachtet. Da es sich bei einem Todesopfer um einen frisch vermählten Honeymooner handelte, dem beim Schnorcheln der Arm samt Ehering abgebissen wurde, wurde die Tragik medial besonders hochgekocht. Letztendlich handelte es sich bei diesen Angriffen um einen verwirrten, aggressiven Bullen- bzw. Tigerhai, der sich sonst in diesen Gefilden und besonders in Ufernähe nicht aufhält. Die Angriffe hatten also nichts mit dem Strand zu tun, sondern waren ein reines Unglück. Habt also keine Angst! Vor Kokospalmen haben wir schließlich auch keine Angst, obwohl diese mehr Opfer auf dem Gewissen haben. Aufgrund der medialen Panik und um die Touristen von hier nicht abzuschrecken, richtete man an diesem Strand schließlich eine "Schwimmzone mit Hainetz“ ein, was natürlich völlig sinnfrei ist, aber einige Chinesen halten sich trotzdem gerne drin auf und legen sich dann unter eine Kokospalme. Naja aber jedem das Seine. Wir packen unser Schnorchelset aus und stürzen uns in das flach abfallende, glasklare Wasser auf der Suche nach bunten Fischen. Mit einem kleinen Stück Brot bewaffnet, umzingeln uns bald etliche kleine Fische und versuchen uns das Brot zu entreißen. Abgesehen von den Chinesen in ihrem Schwimmkäfig, sind viele Leute hier im Wasser abseits des Netzes, viele Schnorcheln entlang und zwischen den auffallenden Granitfelsen am rechten Rand des Strandes. Dort verschlägt es auch uns hin. Hier finden wir tolle, farbenprächtige Fische in verschiedenen Größen vor. Zum Glück haben wir uns diesmal den Rücken mit einer dicken Schicht Sonnencreme eingeschmiert, so dass wir lange im Wasser verweilen und uns wie in einem Aquarium durch die Felsen treiben lassen. Tief ist es nicht, da wir uns jederzeit hinstellen können. Als sich die ersten Chinesen unter die Schnorchler mischen, wissen wir es ist Zeit zu gehen. Noch einige schöne Fotos schießen, doch der Strand wird immer beliebter. Am besten kommt ihr in den Morgenstunden hierher, denn spätestens nachmittags kann der Strand sehr gut besucht sein ohne jedoch völlig überlaufen zu sein. Bevor wir wieder aufbrechen, setzen wir uns noch in die einzige richtige Bar/Restaurant direkt am Strand. Dort trinken wir ein völlig überteuerten Milchshake, dürfen dann aber zumindest auf die Toilette. Auf dem Weg zurück fahren wir noch an einigen Buchten und Stränden vorbei. Vorallem für Schnorchler ist hier die Anse Boudin und die daneben liegende Bucht Anse

Possession zu empfehlen. Angekommen an unserem Hausstrand der Anse Volbert essen wir noch eine Kleinigkeit an einem kleinen Take-Away-Kiosk für wenige Euro.


Am nächsten Tag lassen wir uns einen Bootsausflug von einem ortsansässigen Veranstalter am Anse Volbert andrehen. Für knappe 50,- Euro genießen wir einen Tagestrip zur Nachbarinsel Curieuse mit Mittagsbarbecue, Strand und anschließende Boots- bzw. Schnorcheltour zur St. Pierre Islet. Den Preis halten wir für angemessen und freuen uns auf den Ausflug, der um 9.00 Uhr früh startet. Mit einem windigen Fischerboot in Jamaika-Farblackierung und einem angehängtem Motor holt uns ein Bob-Marley Double ab. Er bringt uns abenteuerlich in einer 15 minütigen Fahrt hinüber nach Curieuse. Das winzige Eiland ist berühmt für seine freilaufenden Riesenschildkröten. Neben kleinen Babyschildkröten gibt es eben auch die riesigen zig Jahre alten Landschildkröten. Dort könnt ihr diese füttern, streicheln oder einfach in Ruhe lassen und fotografieren. Ein Pfad schlängelt sich dann durch die Insel,

dort gehen wir ca. 45 min. entlang ehe wir einen tollen Strand zur Abkühlung erreichen. Hier haben sich bereits diverse Veranstalter unter kleinen Grillhäusschen versammelt und bereiten das Barbecue für die Gäste vor. Es gibt frischen Fisch und leckeres Fleisch mit Gemüsebeilagen. Einfach schmackhaft. Am Nachmittag bricht unsere kleine Gruppe (8 Leute) dann auf und wir werden von Bob Marley nach St. Pierre geschifft. St. Pierre ist eine wirklich winzige Insel. Ein bisschen Robinson Crusoe Feeling, abgesehen von den angekarrten Chinesen. Dort werden wir zurückgelassen und in einer Stunde dann hoffentlich wieder abgeholt, denn abgesehen von der durchaus fotogenen Insel, wimmelt es hier von Tagesausflüglern und der sogenannte Schnorchel-Hotspot ist nicht wirklich atemberaubend. Da haben wir am Anse Lazio schöner schnorcheln können. Nach einer Stunde holt uns

Bob Marley, der sich übrigens eine Deutsche geangelt hat und nun stolz ein Foto von ihr als Kette um den Hals hängen hat, ab und um 16 Uhr sind wir wieder am Anse Volbert. Für den Preis war der Ausflug aufjedenfall lohnenswert, gerade das leckere Barbecue oder die Riesenschildkröten, aber als Schnorchelausflug kann ich euch diese Tour nach St. Pierre nicht empfehlen. Die dort angepriesenen Unterwasserschildkröten fanden wir auch nicht vor, sondern ganz unerwartet woanders (hierzu mehr im Bericht zu Mahe)…


Die fünf Tage Praslin sind vorbei. Nun noch ein paar Tipps zu Zielen auf der Insel, die wir selbst mangels Interesse oder Zeit nicht besichtigten. Die Grand Anse im südlichen Teil der Insel ist ein toller weitläufiger Strand, vor allem für Familien mit Kindern geeignet. Neben der Anse Lazio befindet sich ein weiterer Traumstrand, den wir leider mangels festem Schuhwerk nicht erreicht haben, der Anse Georgette. Hier führt ein felsiger Pfad entlang der Küste vom Anse Lazio aus. Der Anse Georgette ist ähnlich wie der Anse Lazio, paradiesisch aber etwas ruhiger. Abgesehen von den tollen Stränden darf natürlich eines auf Praslin nicht unerwähnt bleiben. Für uns zwar eher zweitrangig, aber Praslin ist die Heimat der Seychellen-Palme oder auch „Coco de Mer“ . „Die Kokosnuss, die aus dem Meer kam“, sie wurde einst vom Meer angespült und man dachte sie würde dort an einem Wasserbaum wachsen - falsch gedacht, sie wächst vielmehr im von der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannten Vallee de Mai (Maital). Glaubt mir, ihr werdet auf den Seychellen an der Coco de Mer nicht vorbeikommen, so stolz sind die Seychellois auf ihre weltweit so einzigartige Nuss. Unser Interesse war nicht so groß, daher ließen wir diesen Park, in dem sich alles um die Coco de Mer dreht, aus. Für alle Nußliebhaber aber sicher lohnenswert.


Insel La Digue:


Weiter geht’s auf unsere persönliche Lieblingsinsel, soviel sei vorab schon erwähnt. La Digue befindet sich neben Praslin, eine 15 minütige Bootsfahrt mit der Fähre „Cat Coco“. Die Insel ist nochmal kleiner als Praslin, gerade einmal 20 Quadratkilometer und hat 2200 Einwohner. Angesichts dieses Paradieses wären wir gerne Einwohner Nr. 2201 und 2202. Wie bereits im ausführlichen Bericht zu Mahe erwähnt, verbrachten wir bereits einen Tagesausflug auf dieser Insel und verliebten uns sofort. Als wir am winzigen Fährhafen ankommen, merken wir schnell, dass hier alles ganz gemächlich zugeht. Auf La Digue gibt es keinen PKW-Verkehr, außer den paar zugelassenen Taxis bzw. Kleinbussen der Reiseveranstalter. Es gibt eine „Hauptstraße“, die mehr einem Weg gleicht und um die Insel führt. Ein paar alte Oxenkarren gibt es auch noch. Ansonsten bewegen sich die Leute hier mit dem Fahrrad fort. Diese sind kostengünstig (5-8 EUR pro Tag) gleich am Hafen und bei den Unterkünften zu leihen. Kein Motorenlärm ist doch auch mal was Schönes. Wir hatten

4 Übernachtungen im Zerof Guesthouse gebucht. Ein einfaches aber landestypische Guesthouse mit viel Charme und freundlichen Gastgebern. Das gebuchte Frühstück war auch in Ordnung, kein Riesenbuffet aber frische Früchte, Säfte, Käse, Crossaints, haben uns gereicht. Das Preis-Leistungsverhältnis ist super. Untergebracht sind wir in einem kleinen Ferienhaus etwa 500 Meter entfernt vom Haupthaus. Eigene Terrasse, schöner Garten mit Kokospalmen, ein Idyll. Mit einer im Haus vorhandenen Machete konnten wir uns sogar einige Nüße von den Palmen holen und zum Trinken aufschlagen. Mit dem Fahrrad erkunden wir schließlich die Insel, die tagsüber von einigen Tagesausflüglern, wie wir eben Monate zuvor, frequentiert ist. Der Ruhe tut dies keinen Abbruch, jedoch wird es am späten Nachmittag eben noch etwas ruhiger, fast meditativ. Für alle Burn-Out Geplagten sicherlich der perfekte Ort um alle Akkus wieder aufzuladen.


Wir fahren mit unserem Citybike bei feuchtwarmen Wetter vom kleinen Fährhafen und gleichzeitig auch „Ortszentrum“ mit Läden des täglichen Bedarfs (Bank, Apotheke, Supermarkt, Restaurants) Richtung Süden zu dem vielleicht bekanntesten und gleichzeitig auch für viele der schönste Strand auf den Seychellen, wenn nicht sogar weltweit. Im Süd-Westen der Insel liegt der Anse Source d’Argent. Auch wenn der Strandname für uns noch so schwer auszusprechen ist, so ist er mit seinen gigantischen Granitfelsen mitten im Meer, dem seichten türkisfarbene Wasser, dem schneeweißen Sand und der im Hintergrund ausufernden Vegetation der wohl eindrucksvollste Badestrand den wir bisher zu Gesicht bekommen haben. Nicht umsonst wurden hier bereits etliche Werbespots (z.B. Bacardi) gedreht. Die sensationelle Naturkulisse wirkt fast surreal, da sich riesige Granitfelsen, fast wie aufeinandergestapelt, im Hintergrund

des Strandes empor strecken. Überzeugt euch selbst von diesem paradiesischem Ort, mit Worten so schwer zu beschreiben. Der Anse Source d’Agent liegt inmitten eines Nationalparks (L´Union), bei dessen Eingang ihr ein paar Euro Eintritt zahlen müsst, es lohnt sich aber. Neben dem Strand befindet sich auf dem Areal noch eine riesige Vanille-Plantage, die auch besichtigt werden kann. Wir taten dies nicht. Riesenschildkröten seht ihr dort übrigens auch, allerding hinter einer kleinen Mauer, also nicht freilaufend. So verbringen wir bei 30 Grad den ersten und zweiten Tag an unserem Traumstrand und entdecken eine tolle Cocktail- und Saftbar ziemlich am Ende des Strandes im schattigen Dickicht. Zugegeben haben wir diese Bar schon bei unserem ersten Tagesausflug nach La Digue entdeckt und schworen uns dorthin müssen wir wieder zurückkommen, ohne ständig auf die Uhr sehen zu müssen wann die Fähre zurück fährt. Die Bar erinnert von der Einrichtungsweise etwas an eine Hippie-Bar, alles provisorisch, aber doch irgendwie passend. Hängematten, Holzstämme als Hocker sowie Tische und die Holz-Bambus-Bar umgarnt mit frischen, bunten Früchten. Dort könnt ihr euch dann für umgerechnet 6 EUR mit einem frischgemixten Fruitshake (Unser Tipp: Passion-Power) erfrischen. Ihr werdet nicht glauben, wie süß und lecker dieses Zeug schmeckt. Für einen Euro mehr könnt ihr noch etwas einheimischen Takamaka-Rum reinbekommen, ein wahrer Traum. Also schaut dort unbedingt vorbei, die Barkeeper sind echt lustig und schweben auf ihrer eigenen Wolke dahin. Hier lässt es sich aushalten und so zieht der Tag auch schon wieder vorüber.


Abends ist, wie auf den meisten Inseln der Seychellen partytechnisch nicht viel los. In der Nähe des Hafens reihen sich einige Bars/Clubs nebeneinander. An Freitagen und Samstagen kommen hier einige Einheimische zusammen, tanzen und feiern etwas. Wir mischten uns unter sie und hatten jede Menge Spaß. Eine sehr chillige Stimmung, die einen eher auf Jamaika vermuten lässt. Wobei der "pro Kopf Mariuanha Haushalt" ähnlich hoch sein dürfte wie dort. Wer also nach chilliger Musik und Bars sucht, sollte sich am Hafen orientieren, jedoch keinen Ballermann erwarten. Sind die Musiklänge verstummt, so kehrt wieder diese vollkommene und fast meditative Ruhe auf der Insel ein. Kein Verkehrslärm, nur das Zirpen von Grillen und das sanfte Meeresrauschen.


Am nächsten Tag beschließen wir, die anderen paradiesischen Strände von La Digue anzusteuern. Neben dem Postkartenstrand Anse Source d’Argent lassen sich hier nämlich noch weitere einzigartige Strände finden, die von Tagestouristen verschont geblieben sind und daher, sofern ihr früh aufbrecht, weitgehend verlassen wirken. So schwingen wir uns auf unseren Drahtesel und radeln hinauf zur Südostküste, wo uns die Grand Anse, Petit Anse und, nach einem 20 minütigen Spaziergang durch Dschungeldickicht, die wunderschöne Anse Cocos erwartet. Wie bereits erwähnt, sind die Wege mit dem Fahrrad super befahrbar und man ist in kürzester Zeit an den Orten. Von der Anse Source d’Argent fährt man etwa 20-30 Minuten. Hin und wieder geht es kurze Anstiege hoch, bei der Abfahrt kann man sich dann aber wieder gut erholen. Bei 30 Grad kommen wir trotzdem ins Schwitzen und freuen uns auf eine Abkühlung im Meer. Zunächst erreichen wir die Grand Anse (Große Bucht). Ein langer weißer Sandstrand, einfach schön. Dort stellen wir unsere Fahrräder ab. Hier gibt es auch ein kleines Restaurant, in dem man Kleinigkeiten zur Verpflegung kaufen kann. Wir haben jedoch genug Wasser und Snacks dabei, schießen noch ein paar Fotos und gehen hinüber zur angrenzenden Petit Anse (Kleine Bucht). Diese ist, wie der Name schon sagt, etwas kleiner aber ähnlich schön wie die Grand Anse. Teilweise sind an beiden Buchten die Wellen recht kräftig und somit sicher kein Schnorchel-Hotspot. Auch weiter Rausschwimmen würde ich hier, aufgrund von Strömungen, abraten. Die Dschungelkulisse, gepaart mit dem feinen Sand, machen die beiden Buchten jedoch zu einem herrlichen Ort zum Verweilen und eine Abkühlung ist dort allemal drin. Unser Endpunkt am heutigen Tag sollte jedoch die dritte Bucht sein, die Anse Cocos. Um diese zu erreichen, müsst Ihr bei der Petit Anse links den Dschungelweg einschlagen. Nach etwa 20 Minuten über Stock und Stein erreichen wir schließlich unser Ziel. Die Anse Cocos ist aufgrund ihrer teilweise schwierigen Erreichbarkeit die am wenigsten frequentierte Bucht.

Entschädigt werdet Ihr mit sicherlich einer der schönsten Buchten weltweit. Unbeschreiblich schön fügt sich dieser Traumstrand in die grüne Vegetation ein. Bis auf einen Kokosnussverkäufer ist zu dieser frühen Stunde niemand dort. Für ein paar Euro kaufen wir leckere Kokosnüsse und genießen den Moment. Das absolute Highlight dieser Bucht befindet sich am Ende des Strandes. Hier hat sich zwischen Felsformationen ein natürlicher Pool gebildet, in dem man sich im glasklaren Wasser, geschützt vor Wellen, treiben lassen kann. Beim Schnorcheln gibt es auch einige Fische zu sehen. Wir lassen uns an einem schattigen Plätzchen nieder und genießen den Tag, der leider wieder wie im Flug vergeht. Um der Dunkelheit zu entgehen, brechen wir zeitig auf. Das solltet Ihr übrigens auch tun, da es schnell dunkel wird und der Pfad schlecht bis garnicht beleuchtet ist.


Am letzten Tag erkunden wir mit dem Fahrrad noch die Nordseite, soweit der Fahrradweg uns bringt. Hier könnt ihr noch einen blumengeschmückten Friedhof bewundern und weitere Strände sehen, welche jedoch nicht die bisher Gesehenen erreichen und daher keine weitere Erwähnung finden. Im Allgemeinen ist die Nordküste von La Digue aufgrund ihrer Lage eher dem Wind ausgesetzt und daher etwas welliger/windiger.


Cerf Island:


Unsere Zeit auf La Digue geht mit vielen Eindrücken zu Ende. Wir geben unsere Fahrräder zurück und warten auf unsere Speedboat-Fähre, welche uns zunächst nach Mahe bringt. Von dort geht es nach Eden Island, eine vorgelagerte künstlich erschaffene Halbinsel mit Luxusdomizilen. Vielleicht braucht man erst das nötige Kleingeld um diesen Luxus zu schätzen, uns gefällt es hier jedenfalls nicht. Jedoch setzen wir von dort aus auf unsere dritte Insel ab, Cerf Island. Diese wirklich winzige Insel vor Mahe ist im Marine Nature Park gelegen und ist ein wahres Idyll. Hier nächtigen wir zwei Tage im L’Habitation Hotel. Das

Hotel organisiert auch die kurze zehnminütige Überfahrt mit dem hoteleigenem Elektroboot.

Das Hotel ist paradiesisch gelegen, mitten am Strand und dem vorstehendem Riff. Ein toller Ort zum Schnorcheln und Relaxen. Kleine Bungalows, in unmittelbarer Strandnähe, gepflegt und sauber, integriert sich das Hotel in die umliegende Natur perfekt. Da es bis auf ein, zwei andere Hotels auf der Insel nichts gibt, empfehlen wir hier aufjedenfall Halbpension. Das Essen war recht einfach aber gut. Neben dem Swimmingpool stehen auf der Wiese Liegen zur Verfügung. Hier können wir richtig ausspannen. Der Strand auf dieser Seite der Insel ist recht schmal und verschwindet bei Flut auch fast. Zu empfehlen ist hier das kostenfreie Ausleihen von Kajaks. Hiermit könnt Ihr die Insel herrlich umrunden und euch auf den Sandbänken zwischen Moyenne Island (siehe Bericht Mahe) ausruhen und die Umgebung genießen. Ein Wattwanderung mitten im Indischen Ozean, ein Traum. Achtet dabei aber auf Rochen, die verstreut im flachen Wasser manchmal vor sich hin dümpeln. Auch wir paddelten auf die andere Seite der Insel, es lohnt sich. Eine weitere Aktivität ist natürlich das Schnorcheln im vorgelagertem Riff. Hier könnt ihr in der Dämmerung sogar kleine Haie begutachten (Auf Höhe des Stegendes). Wir unternahmen auch eine kleine Wanderung mitten durch die grüne Vegetation der Insel. Etwa in der Mitte der Insel führt ein Dschungelpfad hoch und runter auf die andere Seite. Dabei gelangt ihr auf eine tolle Aussichtsplattform, von wo ihr einen sagenhaften Inselweitblick habt. Die Wanderung dauert nur etwa 30-40 Minuten vom Hotel aus und ist ebenfalls sehr empfehlenswert, festes Schuhwerk vorausgesetzt. Cerf Island, ein Inselidyll, fast wie aus Adam und Eva.


Insel Mahe:


Als letzter Stopp stand uns nun nochmals Mahe, die Hauptinsel, bevor. Da wir auf unseren ersten Reise (siehe Reisebericht Mahe) bereits vieles von Mahe gesehen hatten, wollten wir diesmal nur noch fünf schöne Tage an einer schönen Bucht ausspannen. Dabei stießen wir auf die Anse Takamaka im Süden der Insel. Dort befindet sich das Hotel Chez Batista. Das Hotel ist sicherlich in die Jahre gekommen. Auch das Essen ist dort teilweise überteuert und nicht sonderlich schmackhaft. Jedoch befindet sich das Hotel in einer wirklich einzigartigen Lage. Alleine am wunderschönen Takamaka Strand. Das Restaurant hat einen Sandboden und einen traumhaften Blick auf das Meer. Bei unserer ersten Seychellen-Reise haben wir diese Traumkulisse doch glatt übersehen. Hier lässt es sich aushalten. Ein Riesenplus des Hotels ist der Pool (eine Art Infinity-Pool) mit Blick über die ganze Bucht. Wir kauften uns ein Bier, ließen uns im Pool nieder und genossen den Ausblick. Wir können diese Unterkunft, v.a. in Anbetracht der exponierten Lage wirklich empfehlen. Wer etwas mehr Geld übrig hat, kann sich auch über dem Meer in einer Suite mit Whirlpool niederlassen. Das war leider zu teuer für uns, dafür hatten wir den Pool und unser Bier. Zuletzt wollen wir nicht unerwähnt lassen, dass wir bei allen Schnorchelausflügen keine

Meeresschildkröten zu Gesicht bekamen, hier jedoch an den Felsen unverhofft den besten Schnorchel-Spot vorfanden und einige Schildkröten neben etlichen bunten Fischen sichteten. Hier zu schnorcheln ist wirklich ein Traum, fast wie in einem großen Aquarium.


So vergehen auch die letzten Tage im Paradies und wir landen wieder im harten deutschen Alltag. Hoffentlich konntet Ihr ein paar Eindrücke oder Informationen über die wunderschönen Seychellen sammeln, die euch vielleicht bei euren eigenen Planungen weiterhelfen.

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